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Sicherheit in T&T?
BeitragVerfasst am: So 17. Sep. 2006; 14:00 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1793
Wohnort: Deutschland




Gerade habe ich einen aktuellen Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes entdeckt:
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/TrinidadUndTobago/Sicherheitshinweise.html


Zitat:
Bei Fahrten zum Flughafen in Piarco/Trinidad wurden in mehreren Fällen Autos von kriminellen Banden angehalten und die Insassen ausgeraubt.

Ist es mittlerweile wirklich so schlimm geworden? Leute wurden auf der Hauptstraße von PoS zum PiarcoAirport von bewaffneten Angreifern ausgeraubt?

Zitat:
am Ausflugsziel Fort George haben sich Überfälle auch auf Ausländer ereignet

Fort George oberhalb von Scarborough (Tobago)? Wie denn das? Das ist doch total überschaubar und außerdem ist da wegen dem Krankenhaus immer etwas los.
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Re: Sicherheit in T&T?
BeitragVerfasst am: So 17. Sep. 2006; 14:38 Antworten mit Zitat
acqua112
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Anmeldungsdatum: 17.09.2006
Beiträge: 53
Wohnort: Jetzt wieder Düsseldorf, war mal Trinidad




Zitat:
Fort George oberhalb von Scarborough (Tobago)?


Ich habe mir gerade den Link angeschaut. Es geht nicht um das Fort George in Tobago, sondern das in Port-of-Spain, das oberhalb von St. James liegt. Das ist schon ein bisschen einsamer da oben, besonders in den frühen Abendstunden, wo die meisten wieder weg sind. Es gibt zwar eine 'Wache', aber der arme Mann wird sich sicherlich eher im Gebüsch verstecken, als sein Leben riskieren. Polizeistreifen, wie auf der Lady Chancellor üblich, habe ich da oben auch noch nicht gesehen.

Ansonsten hat sich die Lage in Trinidad in letzter Zeit schon erheblich verschlimmert und die Stimmung in der Bevölkerung ist auch sehr emotionsgeladen. Verständlich denn, wird der Ruf nach etwas mehr Ordnung einfach nicht gehört. Zwar hatte Patrick letztens ein paar Leute vom FBI eingeflogen, aber gebracht hat es mal wieder nichts. Rolling Eyes
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BeitragVerfasst am: So 17. Sep. 2006; 16:34 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1793
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Zitat:
Zwar hatte Patrick letztens ein paar Leute vom FBI eingeflogen, aber gebracht hat es mal wieder nichts.

Schon vor zehn Jahren hat die Regierung von T&T eng mit den USA zusammengearbeitet. Da wurden meines Wissens nach mächtige Razzien durch Spezialeinheiten aus T&T und in Zusammenarbeit mit den USA veranstaltet. Gerade im Süden und in den zentralen Regionen von T&T mussten immer mal wieder irgendwelche Sachen ausgehoben werden. Möglicherweise hat man die Zusammenarbeit in den letzten Jahren etwas schleifen lassen (vielleicht durch Mittelkürzungen auf amerikanischer Seite).

Das ewige Drogenproblem auf Trinidad (als Umschlagplatz) ist natürlich durch die geographische Nähe zu Venezuela bedingt.
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BeitragVerfasst am: So 17. Sep. 2006; 17:51 Antworten mit Zitat
acqua112
Rastloser
Anmeldungsdatum: 17.09.2006
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Die Zusammenarbeit mit den USA ist sicherlich auch ein Politikum. Was ich in den letzten Monaten in der Presse las, waren die lauten Rufe der Bürger von Trinidad nach einer Polizei die für einen gewissen Grad an Sicherheit für die Bevölkerung sorgen kann.

Das Problem ist dann nur, dass man sich der korrupten Polizeispitze entlädigen muss. Mehrmals wurde der Regierung von Patrick Manning aus den USA und auch vom Scotland Yard angeboten Spezialtrupps nach Trinidad zu schicken, um zu helfen der eskalierenden Situation Herr zu werden. Dem kann ja nicht wirklich zugestimmt werden, wenn dann eh nur rauskommt, dass die Regierung für die Lage selber Schuld ist.

Da nichts von der Regierung kommt, versucht die Bevölkerung so gut es geht sich selber zu helfen. So haben sich besonders in Gegenden wie z.B. Westmoorings oder Maraval nachbarschaftliche Gemeinschaften gebildet, die einen eigenen Sicherheitsdienst unterhalten. Kritisch ist die Situation aber nach wie vor.

Wer Trinidad nicht kennt, sollte sich meiner Meinung nach nicht auf eigene Faust auf den Weg machen. Besonders nicht ins Landesinnere. Besser man vertraut sich einem renommierten Tourunternehmen an, die dann auch wissen, wie man sich verhält und welche Gegenden man besser meidet. Ich persönlich finde, dass sich die ganze Situation massiv verschlechtert hat und man mittlerweile sehr viel vorsichtiger sein muss.
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BeitragVerfasst am: So 17. Sep. 2006; 21:14 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
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Zitat:
Wer Trinidad nicht kennt, sollte sich meiner Meinung nach nicht auf eigene Faust auf den Weg machen. Besonders nicht ins Landesinnere.

Was meinst Du mit dem Landesinneren? Welche Gegenden würdest Du denn meiden?
Ist das nicht etwas übertrieben? Für einige Gegenden von PoS (Port-of-Spain) sehe ich das ähnlich. Aber auch die ländlichen Gegenden abseits von PoS, Arima und SanFernando?
Könntest Du vielleicht etwas genauer erklären, wie die Gefahr faktisch aussieht und wie wahrscheinlich ein Überfall o.ä. ist?
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BeitragVerfasst am: So 17. Sep. 2006; 21:25 Antworten mit Zitat
mike
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Also ich vermute mal, dass die Gewalt grundsätzlich sehr zugenommen hat. Wenn man die lokale Zeitung liest, gibt es immer wieder Berichte von Regionen, wo früher als sicher galten.

Gruss Mike

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BeitragVerfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 00:03 Antworten mit Zitat
acqua112
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Mit dem Landesinneren meine ich schon Gegenden die ein bisschen mehr Offroad liegen wie z.B. Penal, Fyzabad oder Rio Claro. Arima oder San Fernando sind ja beides Städte, die schon wieder etwas größer sind.

Aber wie Mike schon 'vermutete', geht es darum, dass die Kriminalität (nicht nur die Gewalt) zugenommen hat und man grundsätzlich vorsichtiger sein sollte. Trinidad ist nicht Tobago. Alleine von der Größe schon. In Tobago kann man sich nicht verirren. In Trinidad sehr schnell (alleine schon, weil es so gut wie keine Schilder gibt).

Ich will niemandem Angst machen, sondern einfach nur daran erinnern, dass Trinidad gerade eine 'spezielle' Periode mitmacht und man etwas vorsichtiger als sonst sein sollte.
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BeitragVerfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 09:23 Antworten mit Zitat
mike
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Hallo acqua112

Was ich auch immer wieder Feststellen konnte, ist das die Regierung immer wieder Projekte in die Wege geleitet hat, welche nach kurzer Zeit wieder über den Haufen geworfen wurde. Ich denke der Regierung geht es nur darum, um die Touristenorte einigermassen Clean zu halten, beim Rest haben sie nicht wirklich das Interesse.
Das die Regierung im einem gewissen Sinn korrupt ist, ist ja auch nichts neues, nicht umsonst war Patrick Manning mal kurz im Gefängniss.

Wie schlimm es wirklich geworden ist, kannst du am besten Abschätzen, ich muss mich da leider auf die Medie verlassen. Aber auch da erkennt man, dass immer mehr gewalt aufkommt.

Ich bin eher ein Fan von Tobago, und verbringe immer meinen Urlaub auf Tobago. War bisher erst einmal kurz auf Trinidad.

Auch auf Tobago ist die Kriminalität schon ziemlich gestiegen, dies kann ich aus eigener Erfahrung erzählen. Vor allem Überfälle und Raub haben masiv zugenommen, sowie aber auch Gewaltdelikte.

Es ist eigentlich sehr schade, dass so ein schönes Land immer mehr im Sumpf der Gewalt zu versinken droht.

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BeitragVerfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 12:20 Antworten mit Zitat
Alex
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Von Leuten aus Tobago höre ich auch immer wieder, dass die Kriminalität aus Trinidad auf ihre Insel überschwappt.
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BeitragVerfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 17:49 Antworten mit Zitat
acqua112
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Jetzt bin ich hier so reingeplatzt ohne mich vorzustellen. Damit ihr eine bessere Vorstellung bekommt, wer ich denn nun bin, ein paar mehr Infos. Wink
Ich habe 6 Monate in Tobago (Castara und Scarborough) und 3 1/2 Jahre in Trinidad (Princes Town und Port-of-Spain) gelebt.
In Trinidad hatte ich mein eigenes Business und war auch über ein Jahr in POS auf der Frederick Street für Publikum da. Mein damaliger Lebenspartner (Trini) war auch mein Geschäftspartner, als wir uns dann trennten kam alles ganz anders als es sollte (Regel Nr. 1: Mische nie Privat und Geschäftlich). Nun bin ich seit Juli wieder in good old Germany. Mein Mann ist Trini (mit Tobago roots) und wir schauen mal was die Zukunft für uns hat. Very Happy

Ich bin ziemlich rumgekommen in Trinidad, kenne auch die Countryside sehr gut (besonders den Süden). Ich kenne mich mit vielen Immigrationfragen aus, wie auch alles mögliche bzgl. Business, Konto, BIR, NIS, Lizenzen etc.

Tobago habe ich in letzter Zeit immer nur kurz besucht (meist Weekend) und dann all meine Freunde dort abgetourt. Ich bin also nicht ganz mit allen Veränderungen dort vertraut, sehe aber strukturell wo es dort hin geht.

@Alex
Mir ist bekannt, dass Tobagonianer ganz gerne besonders die kriminellen Veränderungen den Trinis in die Schuhe schieben möchten, aber ich finde das ganz schön an den Haaren herangezogen. Auf Tobago laufen sicherlich nicht nur Engel herum und wer in Häuser einbricht oder Touristen überfällt, wird in der Regel das Haus oder die Touristen eine gute Weile studiert haben. Und kein Trini wird Wochen auf Tobago verbringen um mal einem Touristen ein paar US-Dollar abzunehmen.

@Mike
Ich glaube nicht, dass der Tourismus wirklich so interessant für die Regierung ist, denn dann würden sie wesentlich mehr dafür tun. Mit der petrochemischen Industrie haben sie immer noch mehr zum in die eigene Tasche stecken. Rolling Eyes Schau dir doch einfach nur die Uferpromenade in Scarborough an. Könnten die das nicht besser machen?
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BeitragVerfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 18:03 Antworten mit Zitat
mike
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@acqua112

Nun ja, das mit der Petrochemie das stimmt schon. Nur wer bekommt das Geld, sicher nicht das Volk. Der Tourismus bringt aber das Geld für das Volk. Sollte nun der Tourismus ausbleiben, so hätte der Staat noch mehr Problem mit dem Volk. Und um diesem Vorzubeugen, wird der Schutz in gewissen Region aufgebaut. Das ist meine Ansicht.

Klar könnte man in Scarborogh mehr machen, wenn man will. Aber mir gefällt Scarborough so.. Typisch Karibisch.. (chaotisch) Laughing Laughing Laughing
Und so schlimm sieht es auch wieder nicht aus. Wink Wink Wink
Dann ist der Hafen in Trinidad schlimmer drann Wink Wink

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BeitragVerfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 18:08 Antworten mit Zitat
mike
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 18.09.2004
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[quote=acqua112 ]@Alex
Mir ist bekannt, dass Tobagonianer ganz gerne besonders die kriminellen Veränderungen den Trinis in die Schuhe schieben möchten, aber ich finde das ganz schön an den Haaren herangezogen. Auf Tobago laufen sicherlich nicht nur Engel herum und wer in Häuser einbricht oder Touristen überfällt, wird in der Regel das Haus oder die Touristen eine gute Weile studiert haben. Und kein Trini wird Wochen auf Tobago verbringen um mal einem Touristen ein paar US-Dollar abzunehmen.
[/quote]

Naja, es ist einfach auffallend wie stark die Übergriffe zugenommen haben, seit es die Fast Ferry gibt. Ich bin selber ein Opfer geworden und dies am dritten Tag nach der Ankunft und in einer Region, wo sich sonst nur Locals hausen. Also so lange wurde nicht beobachtet.

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