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 | Japanischer Thronfolger |  |
Verfasst am: Di 05. Sep. 2006; 22:47 |
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| sandsturm |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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| Heute soll bekannt werden, ob Japan das Thronfolgegesetz ändern muss, oder ob der neuste Spross der Kaiserfamilie doch einmal ein Mann ist. Ich hoffe natürlich auf ein Mädchen. Das jetztige Gesetz ist ja viel zu konservativ. |
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Verfasst am: Mi 06. Sep. 2006; 07:11 |
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| Lionel |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 16.09.2004 |
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| Da wirst du aber enttäuscht sein. Es wurde ein Junge geboren! |
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Verfasst am: Mo 11. Sep. 2006; 01:20 |
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| sandsturm |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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| Ja, habe es auch mitbekommen. Schade. Ich hätte es Japan auch als Mann gegönnt, wenn sie über diese frauenfeindliche Vererbungsregelung hinwegen gekommen wäre. (Eigentlich wünsche ich mir da das Kaisertum abgeschaft, aber das ist ein anderes Problem). |
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Verfasst am: Mi 13. Sep. 2006; 07:31 |
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| Lars |
| Yetijäger |
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| Anmeldungsdatum: 06.01.2005 |
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Das Kaisertum abschaffen? Meiner Meinung nach waere das sehr Schade. Man wuerde dadurch nicht nur ein grosser Teil der japanischen Kultur verlieren, sondern auch etwas, wo sich viele Japaner identifizieren. Auch wenn sie das oft selbst vehement ablehnen, wenn man sich genauer mit dem Thema befasst, wird einem bald klar, dass sehr viel mit Shinto verknuepft ist. Und der Kaiser gehoert ebenfalls in diese Kategorie.
Aber jetzt zum Thema japanische Religion und Kaisertum mehr zu diskutieren, sind wir im falschen Thread.
Gruss
Lars |
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Verfasst am: Mi 13. Sep. 2006; 09:51 |
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| sandsturm |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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Wieso so Konservativ, Lars? Natürlich kann man allem nachtrauern. Und sicherlich ist es so, dass das Kaiserhaus für die japanische Kultur wichtig ist oder war. Aber das heisst ja nicht, dass die japanische Gegenwarts und Zukunft nichts wert sind, oder?
Die ganzen Wertvorstellungen, die sind viel tiefer als blosse Administrative oder repräsentative Strukturen. Shinto ist zum Beispiel in der Struktur der Sprache drin und es ist in den täglichen Handlungen drin. So ähnlich wie bei Katholizismus oder Reformismus in uns ist, auch wenn wir seit Generationen nicht mehr in die Kirche gehen und unsere Wirtschaftsethik prägt (siehe Max Weber).
Ich denke, dass Japan sich weg von Authoritativen zum Individualismus entwickeln muss. Das ist für moderne Wirtschaften, die nicht nur produzieren, sondern auch erfinden müssen, wichtig. Manche Leute haben das natürlich. Aber wenn Japan aus der Krise kommen will, braucht es eben mehr. Und die Abschaffung des Kaisertums wäre eigentlich ein Schritt oder zumindest ein Symbol auf dem Weg dorthin. |
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Verfasst am: Mi 13. Sep. 2006; 10:35 |
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| Lars |
| Yetijäger |
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| Anmeldungsdatum: 06.01.2005 |
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| Wohnort: wieder unterwegs |
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Ich denke nicht, dass meine Meinung bezueglich Kaisertum konservativ ist. Auch ich haette mich gefreut, wenn Japan eine weibliche Thronfolgerin bekommen haette. Eine Anpassung an heute Anpsrueche waere viel besser als die Abschaffung. Denkst du nicht auch?
Ein moderner Schritt Richtung Zukunft, aber ohne die Wurzeln und Traditionen der Geschichte zu verdraengen.
Weisst du, seit wir auf Reisen sind haben wir so viele Orte gesehen, wo Traditionen und Kulturen zerstoert wurden, fuer eine westlichere (und gehofft bessere) Wirtschaft. Vielen Laendern hat es aber mehr geschadet als geholfen. Klar, das BSP ist zwar gestiegen, doch die Mehrheit der Leute profitieren kaum davon. |
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Verfasst am: Mi 13. Sep. 2006; 11:00 |
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| sandsturm |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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| Lars hat folgendes geschrieben: | | Ich denke nicht, dass meine Meinung bezueglich Kaisertum konservativ ist. Auch ich haette mich gefreut, wenn Japan eine weibliche Thronfolgerin bekommen haette. Eine Anpassung an heute Anpsrueche waere viel besser als die Abschaffung. Denkst du nicht auch? |
konservativ ist nicht ganz das richtige Wort, für das was ich meine. Aber mir viel kein besseres ein. Eine Anpassung wäre ein Symbol für eine Rechtsgleichheit von Frauen gewesen. Etwas was Japan meiner Meinung nach zwingend nötig hätte. Siehe dazu auch dieses Thema: http://www.traveltalk.weltreiseforum.com/ftopic2523.html Aber es wäre noch keine Anpassung an heutige Ansprüche gewesen.
| Lars hat folgendes geschrieben: | | Ein moderner Schritt Richtung Zukunft, aber ohne die Wurzeln und Traditionen der Geschichte zu verdraengen. |
Du beziehst das auf eine Anpassung des Erbfolgerechts, oder? Was heisst das schon "Wurzeln und Traditionen verdrängen"? In den letzten grob 2000 Jahren durchlief das Kaiserhaus diverse Wandlungen. Die heute Aufgabe des Kaiser entspricht auch nicht mehr der traditionellen. Ob man es nun lässt, das Erbrecht ändert oder das Kaisertum abschaft, spielt unter diesem Aspekt sowieso keine Rolle mehr.
| Lars hat folgendes geschrieben: | | Weisst du, seit wir auf Reisen sind haben wir so viele Orte gesehen, wo Traditionen und Kulturen zerstoert wurden, fuer eine westlichere (und gehofft bessere) Wirtschaft. Vielen Laendern hat es aber mehr geschadet als geholfen. Klar, das BSP ist zwar gestiegen, doch die Mehrheit der Leute profitieren kaum davon. |
Das ist sicherlich so. Das ist auch ein grosses Problem. Japan ist hier aber ein Sonderfall, weil Japan nie kolonisiert wurde und den Aufstieg aus eigener Kraft geschafft hat. Das hohe BSP kommt in Japan von innen. Ohnehin ist die Frage, was denn die Alternative ist? Wollen wir, dass die Leute im Dreck leben und ihre Kultur erhalten bleibt nur weil die Leute ungleichmässig vom Aufstieg profitieren? Weil ihre neuen Lebensarten nicht zu unserem Konzept von Glück passt, wollen wir sie vom Wirtschaftswachstum ausschliesen? Ich glaube nicht, dass es das ist, was wir wirklich wollen können.
Was ich denke ist, dass man den Wachstum nicht von aussen erzwingen kann, sondern dass er durch die Menschen von innen kommen muss. Dazu muss ein Umdenken stattfinden und dies erreicht man halt eben, in dem man an "falschen" oder "hinderlichen" Traditionen ansetzt. |
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Verfasst am: Do 14. Sep. 2006; 21:39 |
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| hiro |
| Pauschaltourist |
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| Anmeldungsdatum: 14.09.2006 |
| Beiträge: 4 |
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| Das sehe ich nicht so. Ich bin selber eine Japanerin, die in der Schweiz lebt. Ich denke, Japan braucht den Kaiser. Aber das nächste Mal hoffe ich, das Aiko Kaiserin wird. Wir dürfen nicht vergessen, dass es früher schon einmal weibliche Kaiserinnen gab. Das war ganz am Anfang von Japan. Das wäre also kein Bruch der Tradition. |
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_________________ Ich bin eine Japanerin in Zürich/London. |
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Verfasst am: Fr 15. Sep. 2006; 04:05 |
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| Lars |
| Yetijäger |
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| Anmeldungsdatum: 06.01.2005 |
| Beiträge: 103 |
| Wohnort: wieder unterwegs |
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Hi Hiro
Meinst du Queen Himiko (183 - 248 n.Chr.)? Oder Empress Suiko (592-628 n.Chr)? |
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Verfasst am: Sa 16. Sep. 2006; 00:11 |
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| hiro |
| Pauschaltourist |
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| Anmeldungsdatum: 14.09.2006 |
| Beiträge: 4 |
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| Ich meinte eigentlich Amaterasu. Wir sagen in Japan, dass Amaterasu die Göttin der Frauen ist. Sie hat die kaiserliche Dynastie begründet. |
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_________________ Ich bin eine Japanerin in Zürich/London. |
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