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Reise nach Venezuela via Rio Negro (Piedra del Cucuy)
BeitragVerfasst am: Sa 24. Jun. 2006; 13:26 Antworten mit Zitat
catire
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 3




Ich will Ende 06 versuchen, den Rio Negro hoch nach Venezuela rein zu kommen (oberes Orinoco-Gebiet). Hat jemand Info/Erfahrung zu diesem Thema? Vielen Dank
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BeitragVerfasst am: Sa 24. Jun. 2006; 14:58 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1793
Wohnort: Deutschland




Frei nach Alexander von Humboldt? Smile

Leider kann ich selbst nicht mit persönlichen Erfahrungen dienen, aber vielleicht findet sich im Forum doch noch jemand mit solchen Erfahrungen. Aber ich habe von Humboldt gelesen. Very Happy Die Ausgabe bzw. Übersetzung ISBN 3765301604 war gut, gibt es aber leider nicht mehr. Ähnlich ist ISBN 3458169474.

Willst Du die Strecke "one-way" nehmen, also von Brasilien über den Amazonas, Rio Negro, dann über den Casiquiare und den Orinoko nach Venezuela und von dort aus nach Hause?
Wie willst Du die Strecke bewältigen? Mit Führern? Was für Booten? Da gibt es einige mächtige "Raudales", also Stromschnellen, im Oberlauf des Orinoko.

Finde ich sehr spannend. Könntest Du vielleicht erzählen, wie Du die Sache anstellen willst? Wäre auch mal (bei Zeiten) eine meiner klassischen Traum-Touren.

EDIT:
Ich weiß zwar nicht, was die Piedra del Cucuy ist, aber ein Satellitenbild gibt GoogleEarth aus, wenn man die Koordinaten folgendermaßen eingibt:
1.2333333, -66.8166667
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BeitragVerfasst am: So 25. Jun. 2006; 14:44 Antworten mit Zitat
catire
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 3




Hallo Alex,
Der Humboldt hat mich tatsächlich inspiriert. Aber auch der Uwe George, der mal in einem GeoSpecial über die Region Sierra Neblina geschrieben hat. Muss eine gewaltige, weitgehend unberührte Region sein. Ob mein mein Trip überhaupt in der vorgesehen Art möglich ist (ohne eine sauteure Logistik) weiss ich eben nicht. Ich weiss noch nicht mal, ob man auf diesem Weg nach Venezuela einreisen kann/darf und die venezolanischen Grenzbeamten sind nicht gerade berühmt für ihre Freundlichkeit. Das Ganze wäre aber bestimmt eine Herausforderung "off the beaten track"!
Vorgestellt habe ich mir, den Trip per "Anhalter" mit Lastschiffen/Kanus zu machen und zwar bis runter nach Puerto Ayacucho. Vielleicht wärs auch einfacher das Ganze von Venezuela aus zu organisieren. Aber vielleicht ist das Ganze schlicht nicht möglich (von wegen Raudales und so). Wenn Dir also mal diesbezügliche Infos über den Weg laufen ...
Vielen Dank im voraus, Tom
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BeitragVerfasst am: So 25. Jun. 2006; 14:56 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1793
Wohnort: Deutschland




Ich glaube nicht, dass Lastkähne auf der Strecke verkehren. Schon wegen der genannten Stromschnellen. Falls Du die entsprechenden Kapitel in von Humboldts Bericht liest, dann scheint das ziemlich unwahrscheinlich. Immerhin musste er seine Boote mehrmals weite Strecken über Land tragen lassen.

Sind die Flüsse zu jeder Jahreszeit passierbar (Dezember?)?

Die Gegend dürfte sowieso kaum bewohnt sein. Weitgehend unberührt, wie gesagt... (siehe auch die Satellitenfotos bei GoogleEarth) Grenzkontrollen dürfe es daher auch nicht geben. Ansonsten muss man das Ganze auf jeden Fall vorher mit den Behörden abklären. Ich persönlich würde aber noch davor bei der deutschen Botschaft in Caracas anfragen, wie die venezolanischen Behörden einen solchen Grenzübertritt handhaben. Immerhin bist Du da nicht der Erste, auch wenn es ungewöhnlich ist.

Puerto Ayacucho:
"Nur bis hierher können größere Frachtschiffe fahren, dann muß die Ladung in dieser geschäftigen Hafenstadt gelöscht und verladen werden. Auf einer einsamen Asphaltstraße können LKW's für den Weitertransport der Güter in südliche Richtung sorgen. Doch nach weiteren 65 Kilometern ist es auch damit vorbei. In der Stadt Samariapo endet die Asphaltdecke und die Zivilisation. "http://www.aquanet.de/beitraege/Fachbeitrag.20050131210737553.asp

Die Sache dürfte auch heutzutage noch Expeditionscharakter haben. Und Expeditionen sind bekanntermaßen meist nicht eben billig (allein die vielen Flaschen Mückenschutzmittel... Very Happy )

Trotz dem wünsche ich viel Glück bei der Suche.
Leider ist der Forumsbereich "Südamerika" derzeit nicht sehr frequentiert... falls Du aber woanders Deine Infos bekommst, dann wäre es nett, wenn Du uns auch hier kurz berichten könntest.


Ansonsten:

- Flüsse von Süden nach Norden (Wikipedia auf englisch ist einfach umfangreicher...):

Rio Negro (Brasilien)
http://en.wikipedia.org/wiki/Rio_Negro_%28Amazonien%29
(--> jahreszeitliche Schwankungen des Wasserstandes!!!)

Casiquiare
http://en.wikipedia.org/wiki/Casiquiare
(--> Moskitoalarm...)

Orinoko
http://en.wikipedia.org/wiki/Orinoko
(--> Stromschnellen)

Alexander von Humboldt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Humboldt

Alte Landkarten von A. von Humboldt:
http://www.uni-potsdam.de/u/romanistik/humboldt/hin/leitner-HIN3.htm


Zuletzt bearbeitet von Alex am Di 18. Jul. 2006; 22:31, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: So 25. Jun. 2006; 15:31 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1793
Wohnort: Deutschland




Schreibe das aus Gründen der Übersichtlichkeit mal in einen neuen Beitrag...

Der Reiseanbieter Zeko-Venezuela scheint die Route als Tour anzubieten:
http://www.zeko-venezuela.de/ unter "Touren"
Ist zwar nicht ganz das, wonach Du eigentlich gesucht hast...

Aber auch bloß die Tourbeschreibung ist sehr aufschlussreich (man braucht einen "Passierschein" u.a.). Außerdem sind Reiseberichte zu finden.

Auch Venezuela-Tours bietet änhliche (geführte) Touren und Expeditionen an (u.a. zu den Yanomami).
http://www.venezuela-tours.de/de/index.htm


Oder Terra Discovery Tours:
http://www.terra-discovery-tours.com/de/VE-04-02_kurz_de.htm

Mehr habe ich erstmal nicht gefunden.

Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Mo 03. Jul. 2006; 06:56 Antworten mit Zitat
catire
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 3




Hallo Alex
War grad eine Woche weg in den Alpen am Wandern (muss nicht immer ein Tepuy sein Smile ), deshalb die verspätete Antwort. Ich bin richtig überwältigt von der Info-Flut, die Du da rübergeschoben hast . Vielen Dank auch für Deine Bemühungen!
Ich habe mich zwischenzeitlich auch noch ein wenig schlau gemacht und einen Bekannten in Sta Helena, Venezuela angerufen, der auch immer wieder mal etwas speziellere "Ausflüge" in die Grenzregion zu Brasilien organisiert. Gem. ihm soll es zwar möglich sein, von Venezuela aus rüber nach Brasilien zu kommen, es soll aber als Privatperson beinahe unmöglich sein, die notwendigen Papiere für die "korrekte" Grenzüberschreitung (resp. die problemlose Einreise auf der anderen Seite) zu bekommen. Ausserdem hat er durchblicken lassen, dass das die Geschichte auch nicht ganz ungefährlich ist. Offenbar treiben sich in diesem Gebiet nicht nur Pauschaltouristen rum Wink
Ich werde nun mal versuchen, mit einer der Reisegesellschaften, deren Link Du mir geschickt hast, Kontakt aufzunehmen. Vielleicht lässt sich da ja was kombinieren (z.B. Mit einer Gruppe den Fluss hoch bis an die brasilianische Grenze und dann auf eigene Faust den Rio Negro runter; eigentlich sollten die ja einschlägige Erfahrungen haben, wie man da weiter kommt).
Sobald ich was neues erfahre, lass ich es Dich jedenfalls wissen. Vielen Dank nochmals und Grüsse aus der Schweiz
Tom
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BeitragVerfasst am: Di 04. Jul. 2006; 08:28 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1793
Wohnort: Deutschland




Zitat:
Gem. ihm soll es zwar möglich sein, von Venezuela aus rüber nach Brasilien zu kommen, es soll aber als Privatperson beinahe unmöglich sein, die notwendigen Papiere für die "korrekte" Grenzüberschreitung (resp. die problemlose Einreise auf der anderen Seite) zu bekommen.

Möglicherweise braucht man dafür Verbindungen und Erfahrung. Die Reiseanbieter scheinen den Passierschein ja doch besorgen zu können...

Sta. Helena ist die venezolanische Grenzstadt zu Brasilien, oder?
Die Genehmigungen muss man auf jeden Fall in Caracas beantragen. Von Sta.Helena aus ist das sowieso schwierig...


Zitat:
Vielleicht lässt sich da ja was kombinieren (z.B. Mit einer Gruppe den Fluss hoch bis an die brasilianische Grenze und dann auf eigene Faust den Rio Negro runter;

Auf eigene Faust? Wie?

Viel Erfolg!

Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Di 11. Jul. 2006; 14:24 Antworten mit Zitat
sab
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 11.07.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Sachsen




Hallo Weltenbummler,
bin gerade neu zu euch gestoßen- nachdem ich Infos zur Sierra Neblina gesucht hab.
Zum einen gehe ich dort im Sept/Okt. 2007 höchstwahrscheinlich auch hin, man könnte sich also zusammen tun.
2. war ich im Februar 2006 in der Nähe (Rio Mavaca, Oberer Orinoco) und kann euch versichern, dass es vor Militär wimmelt und man ohne Genehmigungen fast (aber nur fast!) chancenlos ist (gelangweilte, frustrierte Grundwehrdienstler haben einfach keinen Sinn für Humor) und 3. hätte ich zumindest einen "Mann vor Ort", mein Guide, ausgewanderter Deutscher, der alles regeln kann´. Axel kelemen: cruisingtours@hotmail.com
Er hat auch Touren von ayacucho bis manaus geführt. Kennt also auch den Rio Negro.
Bei den "Zeko´s" ist leider Mario verstorben, ich weiß nicht, ob die wirklich noch aktiv sind.
Falls dein Bekannter in Sta. Elena Eric ist - er wird dir sicher auch Axel empfehlen und vielleicht kommt auch mit zum Neblina nächsten Herbst.

Auf dem Orinoco oberhalb Ayacucho verkehren nur Benzin-kähne, ein öffentliches Schnellboot bis Atabapo und Indianerkanus.

Den Reisebericht findet ihr unter www.dschungeltrekking.de und dann bei Yanomami. (ist auch streng gesperrt gewesen Very Happy )

Tagelanges Bootfahren habe ich mir abgewöhnt, schmerzendes Gesäß und Rücken und vor lauter Motorlärm kaum Tiere. Aber wenn du zu Fuß mit zum Pico Neblina von venezolanischer Seite vorstoßen willst - gerne!
1 strecke Flieger/Heli zurück per boot

Sab
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BeitragVerfasst am: Do 13. Jul. 2006; 08:28 Antworten mit Zitat
sab
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 11.07.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Sachsen




Hallo Leute,
habe gerade Nachricht von Axel wegen der Sierra Neblina erhalten:

"Der Weg zur Sierra Neblina von der brasilianischen Seite ist zur Zeit total gesperrt.Er ist viel einfacher.... Es kann durchaus sein,dass wir es nicht bis zur Spitze schaffen.Haengt alles vom Wetter,den Umstaenden und den Leuten ab.Es ist eine Herausforderung."

... wir wollen ja von Venezuela aus losziehen.

Ciao Sab
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BeitragVerfasst am: So 13. Aug. 2006; 18:31 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1793
Wohnort: Deutschland




Heute kommt ein Bericht über den Rio Casiquiare auf Phoenix:


Sendetermine (Sender: PHOENIX):

So, 13.08.06, 20.15 Uhr

Sa, 19.08.06, 19.15 Uhr

So, 20.08.06, 01.15 Uhr


EDIT: Die Sendung ist aber nicht so toll. Auf "Expedition" aufgebauschter Bericht über eine Bootsfahrt zwischen Orinoko und Amazonasbecken.
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BeitragVerfasst am: Mi 06. Sep. 2006; 22:51 Antworten mit Zitat
axel
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 06.09.2006
Beiträge: 2




Hallo ,wenn Du genaue Informationen ueber den Weg Rio Negro-Casiquiare suchst schreib mir.Cruisingtours@hotmail.com
Gruesse Axel
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BeitragVerfasst am: Mi 06. Sep. 2006; 23:06 Antworten mit Zitat
axel
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 06.09.2006
Beiträge: 2




Hallo sab,
ich habe gerade die Tour Pto Ayacucho-Casiquiare-Rio Negro-San Gabriel-Manaus hinter mir.Wenn jemand genaue Informationen braucht.Schreibt mir.
Gruss Axel
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Reise nach Venezuela via Rio Negro (Piedra del Cucuy)
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