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 | Wie bekommt man preiswert ein Ticket fur die Transsib.? |  |
Verfasst am: Fr 24. Sep. 2004; 18:44 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
| Beiträge: 3956 |
| Wohnort: Beijing (Basel) |
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| Ich habe gehört, Reisebüros kaufen im Sommer alle Tickets auf Vorrat auf, um sie dann gewinnbringend zu verschachern. Hat da jemand Infos, wie das wirklich funtioniert und ob man diese Geschäftspraktiken irgendwie unterbinden kann? |
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Verfasst am: Sa 25. Sep. 2004; 22:01 |
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Die direkten Züge sind wirklich meistens ausgebucht (zumindest ab Peking, vor zwei Jahren wurde uns Mitte August gesagt, wir könnten erst für Ende September Tickets nach Ulaanbaatar bekommen - dabei fahren von Peking aus dahin doppelt soviel Züge wie nach Moskau), aber nicht nur wegen der Touristen, auf der Strecke sind auch jede Menge Händler unterwegs.
Aber bei den Bummelzügen kommt man eigentlich noch irgendwie mit (wenn auch vielleicht mit 1-2 Tagen Verzögerung), war jedenfalls vor zwei Jahren so. Diesmal sind wir Bus gefahren. Man muß natürlich öfter auf irgendwelchen Provinzbahnhöfen die Zeit totschlagen und vielleicht die Grenzen in ziemlich vollbeladenen Minibussen überqueren, aber dafür erlebt man natürlich auch mehr, und preismäßig kommt es ungefähr aufs selbe raus. Alternativ kann man aber angeblich auch Tickets von CITS (staatl. chinesische Reisefirma) zu halbwegs vernünftigen Preisen bekommen.
Unterbinden kann man solche Praktiken wahrscheinlich erst wenn solche Abzockerangebote keine Kunden mehr finden. |
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Verfasst am: Di 28. Sep. 2004; 08:21 |
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| Marco |
| Fullmoonpartyjäger |
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| Anmeldungsdatum: 27.09.2004 |
| Beiträge: 22 |
| Wohnort: Berlin |
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Hallo allerseits!
2000 und 2001 war ich jeweils mit der Transsib unterwegs.
Einmal in drei Etappen von Moskau über Irkutsk und Ulaanbaatar nach Beijing, und das andere Mal von Vladivostok nach Irkutsk.
Teilweise hatten wir die Tickets bei einem kleinen Spezialreisebüro in Berlin zu doppelten Preis erworben, teilweise hatten wir ide Tickets vor Ort gekauft. So zum Beispiel in Irkutsk und Vladivostok!!
Das ist auch nicht so schwer, da manche Züge nicht im Ausland gebucht werden können.
Beispiel: Strecke Vladivostok-Moskau.
Alle zwei Tage fährt der Rossia, der ist stets recht voll und ausgebucht.
Aber zwischen diesen Tagen fährt der Zug "317" die gleiche Strecke, ist nicht blau-weiß-rot angemalt, ist genauso schnell und vor Ort problemlos buchbar!
Man sollte nicht Sorge haben, mit etwas Russisch kann man sich Tickets vor Ort erwerben.
Nur in Moksau sollte man vielleicht vorsichtiger sein, da man auch dort leicht über den Tisch gezogen werden kann!
Es grüßt Marco
******
Infos und Bilder von meinen Transsib-Fahrten:
http://sambamarco.piranho.de/Zug.htm |
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Verfasst am: Di 28. Sep. 2004; 10:34 |
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Naja, die Züge von Beijing nach Ulaanbaatar und weiter scheinen aber wirklich öfter ausgebucht zu sein. Zum einen fahren sie nur zweimal die Woche (ich glaube einmal nach Moskau, einmal nach UB), dann sind auf der Strecke auch jede Menge mongolische Händler unterwegs (mittlerweile fahren viele auch nur noch bis Ereen hot/Erlian, was zu einem doch recht beeindruckenden Wachstum der Stadt geführt hat).
Als uns vor zwei Jahren gesagt wurde, wir müßten sechs Wochen auf die Tickets warten, standen wir am Fahrkartenschalter in Beijing, lokaler ging es also fast nicht. Hätten wir jemanden bei der Bahn persönlich gekannt (oder jemanden gekannt, der jemanden kennt) wäre vielleicht was zu machen gewesen, aber sonst... Wir sind dann mit einem Tag Verzögerung ein großes Stück mit der Bahn (bis Hohhot), ein Stück mit einer Art Überland-Sammeltaxe (bis Erlian) und über die Grenze mit so einem Schmuggel-Minibus gefahren. Von der Grenze bis UB wieder mit der Bahn. Natürlich haben wir teilweise viel zu viel bezahlt (erstes Mal in China, Jetlag + zu wenig gegessen), aber nicht viel mehr als der direkte Zug gekostet hätte und zeitmäßig kam es tatsächlich fast auf das selbe raus (38h gegen ca. 36 mit dem direkten Zug).
Diesmal waren die Tickets mit dem direkten Zug ebenfalls wieder ausgebucht (u.a. wegen Schulbeginn), weiß aber nicht für wie lange. Ein Bekannter hat uns zum Busbahnhof gebracht und Plätze im Liegebus besorgt. War auch ganz komfortabel und v.a. preiswert. Über die Grenze wieder im Schmuggeltaxi, aber dann mußten wir auf der mongolischen Seite acht Stunden auf den Zug warten - schlimmer war aber, daß man für die Tickets eine Weile in der prallen Gobi-Sonne anstehen mußte, und daß die Bahnpolizisten scheinbar Elektroschocker benutzen um durchzusetzen, daß die Leute sich ordentlich anstellen! Trotzdem war es natürlich beeindruckend zu sehen, wie sich zwei Gobi-Nester an der Bahnstrecke Moskau-Beijing innerhalb von zwei Jahren entwickeln können. |
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