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Weltreiseforum Foren-Übersicht » Der indische Subkontinent » Malariaprophylaxe Gehe zu Seite Zurück  1, 2
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BeitragVerfasst am: Fr 17. Feb. 2006; 16:59 Antworten mit Zitat
Gast




Very Happy vielen dank für die vielen antworten Very Happy
also ich glaube ich mache es so wie ich es vorhatte.....da ich in der CH auch nich medikamente nehme (bin zwar ironischer weise krankenschwester) kommt für mich die aktive prophylaxe nicht in frage, wegen den vielen nebenwirkungen.
und auf der packungsbelilage des notfallmedikamentes steht, dass man die tabletten nur einnehmen soll, wenn kein arzt in der nähe ist. ich informiere mich nochmals genau wo die malaria häufig vorkommt und ich denke, dass ich dort auch noch diese notfall medis kaufen könnte, wenn ich längere zeit von jeglicher zivilisation abgeschnitten bin...
oder soll ich doch das Abwehrschild - durch Willens-Kraft ausprobieren?

was meint ihr da zu....schnell weg bin Wink

BeitragVerfasst am: Fr 17. Feb. 2006; 17:24 Antworten mit Zitat
Gast




äm noch eine frage gibt es eigenltich in den meisten backpacker mückennetze?

BeitragVerfasst am: Fr 17. Feb. 2006; 17:56 Antworten mit Zitat
Pantitlan
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4212
Wohnort: Beijing (Basel)




Ich würde nicht empfehlen, die Medikamente in Indien zu kaufen. Habe auch schon gehört, dass dort reine Placebopillen über den Tisch gewandert sind. Darüber hinaus sind die Apotheken nicht gekühlt und du weisst auch nie, ob abgelaufene Tabletten nicht einfach in neuere Schachteln getan wurden. Muss alles nicht sein - kann aber. Und bei einer tödlichen Krankheit würde ich schon auf sichere Medikamente setzen, auch wenn sie dort natürlich viel billiger sind.

Soweit ich weiss, brauchst du für alle Malariamedikamente ein Rezept. Aber als Krankenschwester bist du da vielleicht eher an der Quelle... Smile

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BeitragVerfasst am: Fr 17. Feb. 2006; 18:59 Antworten mit Zitat
makemyday
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 02.11.2005
Beiträge: 191
Wohnort: Gießen




Kann Dir nur Malarone anstatt Lariam ans Herz legen, wegen weniger Nebenwirkungen. Kostet etwa 55 EUR die Packung mit 12 Tabletten. Aber vielleicht kannst Du als Krankenschwester ja zu günstigeren Konditionen einkaufen.

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BeitragVerfasst am: Fr 17. Feb. 2006; 22:33 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1789
Wohnort: Deutschland




Teilweise wird je nach Reiseregion ein anderes Malariaprophylaxe-Mittel empfohlen. Das bitte auf jeden Fall beim Arzt oder Apotheker abchecken!

Der Rat, auf Malaria-Prophylaxe wegen der Nebenwirkungen zu verzichten ist, da kann ich Penguin nur zustimmen, wohl als abwegig zu bezeichnen. Malaria ist keine Kleinigkeit. Wenn man einmal infiziert war, dann ist man es für sein Leben, solange man nicht sofort etwas unternimmt, sprich Standby-Medikation zu machen. Und will man wirklich ein Leben lang wiederkehrende hohe Fieberschübe riskieren?

Die Entscheidung zur Prophylaxe oder Standby-Medikation ist ebenfalls auf jeden Fall entsprechend der Region bzw. der dortigen Infektionswahrscheinlichkeit zu fällen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!
Die schweren Nebenwirkungen von Malarone und Lariam treten eigentlich nur im Fall einer Notfall-Standby-Medikation auf, denn man nimmt da ungefähr die zehnfache Dosis dessen, was man sonst einmal die Woche als Prophylaxe nehmen würde. Gegen die Standby-Strategie spricht auch, dass man im Fall der Fälle, also wenn man sich krank fühlt, dann doch oft zögert, die Malariatabletten zu nehmen. Und vielleicht wartet man dann zu lange.
Es ist immer eine Abwägung zwischen der Wahrscheinlichkeit der Erkrankung und der Schwere der Nebenwirkungen. Diese Abwägung kann der Reisende im Prinzip nicht selbst beurteilen und sollte sich daher unbedingt bei der Entscheidung zwischen wöchentlicher Prophylaxe und Standby-Notfall-Strategie auf die Kompetenz eines Tropenmediziners verlassen.

Weltweit sterben jährlich rund 2 Millionen Menschen an Malaria, davon 90% in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/Presse/Pressemitteilungen/2005/Pressemitteilung-2005-04-22.php
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BeitragVerfasst am: Sa 18. Feb. 2006; 00:12 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4212
Wohnort: Beijing (Basel)




Zitat:
Die schweren Nebenwirkungen von Malarone und Lariam treten eigentlich nur im Fall einer Notfall-Standby-Medikation auf


Ich habe schon mehrmals von Fällen gehört, wo Leute schon bei einer normalen Medikation - also Prophylaxe und nicht im Notfall - Halluzinationen bekommen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat mir das mein Tropenarzt damals auch bestätigt und mir empfohlen, mit der Prophylaxe etwa zwei Wochen früher anzufangen als ich es hätte tun müssen (war dann etwa ein Monat vor Abreise) damit ich im Falle von Nebenwirkungen ein anderes Medikament oder allenfalls eine Notfallration mitnehmen könnte. Mir war zwar nach Lariam immer etwa zwei Stunden übel, aber sonst habe ich es recht gut vertragen.

Interessant ist aber, dass zur gleichen Zeit die Tropenärzte in Japan genau das Gegenteil von unseren hier empfohlen haben. Also so ganz klar und umunstritten scheint es auch bei den Aerzten nicht zu sein, was man machen soll.

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BeitragVerfasst am: Sa 18. Feb. 2006; 11:13 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1789
Wohnort: Deutschland




Lariam (Wirkstoff Mefloquin) ist eben nicht gerade ein Nahrungsergänzungsmittel... Wink

Aber ich selbst habe noch nie Nebenwirkungen bemerkt, was daran liegen könnte, dass ich generell oft unsinnig und lang und ausgedehnt und überflüssig viel und so rede... ---räusper---...ja... ---halluzinier---... könnte aber auch am Alkohol liegen... Nein im Ernst: ich habe da wirklich bei der (Prophylaxe-)Einnahme (1 Tablette) nie Nebenwirkungen bemerkt (was nicht heißt, dass ich ihr häufiges Vorkommen bezweifle).
Heutzutage würde ich aber wahrscheinlich im Zweifel Malarone (d.h. den Wirkstoff Atovaquon bzw. Proguanil) vorziehen, sofern der Arzt mir die Entscheidung offen ließe.

EDIT: Ah... was ich noch sagen wollte: wichtig bleibt trotzdem die unterstützende sog. "Expositionsprophylaxe" mit Moskitonetzen, passender Bekleidung, Mückenmitteln etc.

Für alle Interessierten ist die Informationsseite der "Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V." zu empfehlen.
http://www.dtg.org/empfehlungen.html

Man beachte besonders:
Zitat:
"Die Entscheidung über die Art der Malariaprophylaxe muss anhand des konkreten Reisezieles sowie der Reisezeit, der Reisedauer und des Reisestils vom Arzt individuell getroffen werden, unter Berücksichtigung von Vorerkrankungen, Unverträglichkeiten und Medikamenteneinnahme."


Zitat:
"Eine Chemoprophylaxe ist bei Reisen in Malariagebiete mit hohem Übertragungspotential grundsätzlich empfehlenswert und kann das Risiko auch in Regionen mit multiresistenten Malaria tropica-Erregern nach wie vor wesentlich reduzieren. Wenn in Gebieten mit niedrigem oder mittlerem Malariarisiko keine regelmäßige Chemoprophylaxe durchgeführt wird, sollte die therapeutische Dosis eines Reservemittels mitgeführt werden, das bei malariaverdächtigen Symptomen und nicht erreichbarer ärztlicher Hilfe eingenommen wird (notfallmäßige Selbstbehandlung oder "Standby")."
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BeitragVerfasst am: Sa 18. Feb. 2006; 11:26 Antworten mit Zitat
makemyday
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 02.11.2005
Beiträge: 191
Wohnort: Gießen




Anonymous hat folgendes geschrieben:
was meint ihr da zu....schnell weg bin Wink


Hoffentlich hast Du die wirklich guten Antworten hier noch mitbekommen.

Anonymous hat folgendes geschrieben:
äm noch eine frage gibt es eigenltich in den meisten backpacker mückennetze?


Wenn Du mit Backpacker Hotels oder Guesthouses meinst: Ja, da würde ich mich aber nicht drauf verlassen und selber eins mitnehmen. Gar nicht erst gestochen zu werden ist nämlich ein verdammt guter Schutz vor Malaria.

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BeitragVerfasst am: So 03. Sep. 2006; 12:04 Antworten mit Zitat
emu5000
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 7




Beitrag gelöscht von makemyday:
Der private Verkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten ist verboten und kann dem Forenbetreiber hier ganz schönen Ärger einhandeln. Bitte habt dafür Verständniss.
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Malariaprophylaxe
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