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 | Audition von Takeshi Miike |  |
Verfasst am: Mi 04. Jan. 2006; 01:10 |
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| Anmeldungsdatum: 15.09.2004 |
| Beiträge: 236 |
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Pantitlan
Beitrag vom Mittwoch, Juni 16, 2004 @ 01:11
Kennt jemand diesen japanischen Horrorschocker voller Perversionen?
Und würde gerne darüber diskutieren!
yan
Beitrag vom Sonntag, Juni 27, 2004 @ 20:52
Ja, schon zweimal im Kino gesehen
Beim zweiten Mal habe ich die Schlußszene auf jeden Fall besser verstanden , und ich fand den Anfang auch nicht mehr leicht langweilig, sondern ich habe wirklich gemerkt, wie das spätere Unheil sich schon andeutet (alleine der Satz "unglückliche Menschen sind gute Schauspieler" oder so bekommt eine ganz andere Bedeutung, wenn man das Ende vom Film kennt)
Ich denke, man greift ein bißchen zu kurz, wenn man den Film auf die Schockeffekte reduziert. Einerseits ist er zwar sicher kein Meilenstein in der Filmkunst, aber eben doch auch keine platte Aneinanderreihung von Folterszenen. Vor allem locken solche Bezeichnungen wie "Horrorschocker" immer dieses nervende "Booah, schaumal, soviel Blut hohoho"-Publikum in die Kinos.
Pantitlan
Beitrag vom Montag, Juni 28, 2004 @ 03:55
Ich habe ihn vor ein paar Tagen auf DVD gekauft. Ich werde ihn also wahrscheinlich noch einmal schauen.
Ich denke auch nicht, dass man den Film auf "Horrorschocker" beschränken kann. Aber ich glaube, er ist es auch. Die Szenen hätten ja nicht derart heftig und so genau gezeigt werden müssen. Das heisst für mich schon, dass der Schock ein wichtiges Element ist. Zumal die anderen Filme von Takeshi Miike noch heftiger sein sollen.
Ich fand das Ende ein bisschen verwirrend. Ich muss ihn daher noch einmal schauen. Mich würde aber interessieren, wie Du den Film interpretieren würdest.
kita
Beitrag vom Montag, Juli 12, 2004 @ 17:20
Hm.. ist schon ne Weile her, seit ich den Film im Kino gesehen habe. Jedenfalls hat sich das RiffRaff dazu entschlossen, keine weiteren Filme von Miike zu zeigen, weil ein Zuschauer in Ohnmacht gefallen ist. Man kann den Film schon als Horrorschocker bezeichnen. Was du siehst, schockt. Aber die Handlung kommt anders rüber. Es geht ja eigentlich nicht ums viele Blut, sondern um die Frau, die da von ihren Männern verarscht wurde und sich nun rächt. Und wenn sie ihre Männer einsperrt und ihnen die Füsse abschneidet, bindet sie die Typen ja an sich. Die ganzen Grausamkeiten sind nur Zeichen des vorher dagewesen und missbrauchten Vertrauens ihrerseits. Die Grundidee ist ja nahezu romantisch. Im Zusammenhang mit dem Film klingt das vielleicht komisch. Aber auch viele andere Filme von Miike sind so brutal (oder noch viel brutaler und perverser!) und haben eigentlich eine solide Grundidee, bei der die meisten mit dem Kopf nicken würden. Nein, wir betrügen unsere Frauen nicht, nein, die Poliei macht keine Geschäfte mit der Mafia, nein, man hat Ausländer nicht zu diskriminieren. Und wie sagte schon Kitano: Die Japaner sind schon so abgestumpft, dass man sie nur so aufrütteln kann. (Das gilt natürlich verallgemeinert für alle, er meinte das nur zu einen japanischen Interviewer und da klingt das krasser.)
yan
Beitrag vom Sonntag, Juli 18, 2004 @ 17:11
hmm, aber eigentlich ist die "Heldin" ja am Ende auch nicht viel besser als ihre Opfer? Ich meine, der Held ist ja auch nicht ihr "einziger"...
Ich würde den Film schon vor allem als Horrorfilm bezeichnen. Aber er hat eben noch eine andere Ebene, auf der er teilweise sehr ironisch wird (beispielsweise als sie ihn fragt, ob er sie heiraten möchte). Man sollte vielleicht auch nicht zuviel hineininterpretieren - Miikes andere Filme fallen ja teilweise auch nicht gerade durch besonderen Tiefgang auf (oder ich habe sie nicht verstanden?). Fudoh z.B. war einfach nur albern, und You've got a call war zwar wirklich gruselig, aber dort steckte meiner Meinung eben auch nicht so viel dahinter. Odr ich muß diesen Film auch nochmal anschauen, um ihn besser zu verstehen...
Pantitlan
Beitrag vom Montag, Juli 19, 2004 @ 22:38
Ich bin mir auch nicht sicher, ob es diese Schockeffekte wirklich gebraucht hätte. Denn was Kita schreibt, überzeugt mich eigentlich schon. Es ist eine romantische Grundstimmung und der Umgang mit verletzten Gefühlen. Kann das Füsseabschneiden und die Zungeraustrennen nicht einfach für den menschlichen Wunsch stehen, mit radikalen Mitteln sich Sicherheit zu verschaffen?
Finde es witzig, dass jemand bei Anschauen in Ohnmacht gefallen ist. Obwohl ein paar Szenen heftig sind, fand ich den Film nicht schlimmer als viele andere, die ich gesehen habe...
kita
Beitrag vom Montag, August 30, 2004 @ 15:02
Panti, das ist gar nicht komisch! Wegen diesem Typ kommen jetzt keine Miike-Filme mehr ins Kino!
Ähm ja, und zum Tiefgang. Denke schon, dass Miikes Filme Tiefgang haben. Die Schockeffekte ziehen aber halt Aufmerksamkeit auf sich. Ausserdem kriegt man so auch ein anderes Publikum zum Nachdenken. (Naja, klappt nicht immer.) Fudoh und You've got a call kenne ich jetzt grade nicht.. aber was ich bisher gesehen habe, hat mich schon davon überzeugt, dass Miike eine Botschaft übermitteln will. Es geht ihm darum, einen zu unterhalten und einen zum Nachdenken anzuregen. Und bei soviel Abartigkeit -und diese sogar noch übertrieben krass dargestellt- lässt einen da nicht dran vorbei kommen..
Yokohama
Beitrag vom Dienstag, September 14, 2004 @ 00:25
Panti,
Hast du den DVD noch? Könntest Ihn mir mal ausleihen? Kénnte dir ev. einen aderen DVD leiehn wenn du willst. Habe zwar nur Battle Royale, Hanabi oder Chihiro zu bieten.
Gruss
Yokohama Laughing |
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