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 | Sometimes Happy - Sometimes Sad |  |
Verfasst am: Fr 30. Dez. 2005; 21:33 |
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| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 15.09.2004 |
| Beiträge: 236 |
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Mo 28. März. 2005; 01:12
Travelgirl
Nun habe ich auch diesen 3.5 stündigen Film hinter mich gebracht. Uff!!!
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, wie die Verkäuferin eines DVD-Geschäfts mir sagte, dieser Film habe ihr viel besser gefallen als Kal Ho Naa Ho, denn bei letzterem hätte sie "nur" am Schluss heulen müssen, der erste sei viel gefühlvoller gewesen. So hatte ich denn auch grosse Erwartungen.
Ich finde, man kann die beiden Filme überhaupt nicht miteinander vergleichen. Bei Sometimes Happy Sometimes Sad dreht es sich um eine Familien-Geschichte, bei Kal Ho Naa Ho dreht es sich nur um die Liebe! Die Geschichte von SHSS ist zwar nicht schlecht, aber ich fand keine Stelle, um dabei eine Träne zu vergiessen. Auch war der Film nicht ganz so humorvoll wie letzterer...und einige Szenen fand ich völlig kitschig, die passten irgendwie so gar nicht in die Geschichte rein (Tussi-Getue, Jet Set Leben, alles dreht sich nur um Geld und gutes Aussehen...). Als der Film noch in Indien spielt, fand ich ihn gut; tolle Tänze, tolle Musik, tolle Kulisse. Aber in London erinnerte mich so einiges an "Reich und schön" auf Indisch. Ich dachte mir dabei, wie wohl der Durchschnitts-Inder reagiert, der diesen Film sieht, wo es darum geht, dass einer der stinkreichsten des Landes es nicht akzeptiert, wenn sein Sohn eine Frau von einer ärmeren Familie heiratet, und bei der reichen Familie dreht sich vieles um diese riesige Villa, Privathelikopter, Privatflugzeug...... eigentlich ein Tritt in den Hintern für jeden Durchschnitts-Inder, der sich mit diesem Film nie identifizieren kann.
Trotz allem aber tolle Tänze, Kostüme, Musik, schöne Menschen...aber an Kal Ho Naa Ho kommt dieser Film für mich nicht mal an die Hälfte ran. Hat mit wirklichem Leben nicht mehr viel zu tun, finde ich...ging mir nicht halb so viel ans Herz. Aber immer noch besser als Hollywood, das muss ich trotzdem noch sagen. Hollywood ist gestorben, es lebe Bollywood! Very Happy
Di 05. Apr. 2005; 05:21
Pantitlan
| Zitat: |
eigentlich ein Tritt in den Hintern für jeden Durchschnitts-Inder, der sich mit diesem Film nie identifizieren kann. |
Eigentlich schon, aber ich glaube nicht, dass die Leute das wirklich so wahrnehmen. Ich denke, dass es den Zuschauern viel eher darum geht, dass auch Leute in anderen Klassen die gleichen Probleme haben. Wenn Du eine Fersehserie à la DALLAS schaust, dann fühlst du ja auch mit den Oelbaronen mit - trotz des superreichen Lebens, das Du wohl genauso wenig wie die meisten anderen Zuseher aus eigener Erfahrung kennst. Warum sollte das bei einem "Durchschnittsinder" anders als bei einem "Durchschnittseuropäer" sein?
_________________
Di 05. Apr. 2005; 20:41 Antworten mit Zitat
Travelgirl
Hast Du schon Recht Panti... aber ich denke mal, wenn ich die Sendung "Reich und Schön" schaue, dann bin ich irgendwie grün vor Neid ab dem, was die alles haben...und ich meine mal, dass ich, die ich mich auch als Durchschnittsschweizerin bezeichne, einen guten Lebensstandard habe, und trotzdem ist dieses "Reich und Schön" - Klischee für mich extrem weit entfernt von meiner Welt. Wie viel weiter entfernt muss der Film denn dann für jemanden sein, der einen noch viel niedrigeren Lebensstandart hat als wir hier in Europa, weisst Du, was ich meine? Es ist schwierig das auszudrücken...aber ich schaue lieber Filme, mit denen ich mich identifizieren kann, in die ich mich hineinfühlen kann, weil es einem vielleicht auch so geht oder mal ergangen ist, oder weil das Umfeld in dem Film einfach das Umfeld ist, das man vom eigenen Leben her kennt. Ich bin eben nicht so der Typ für Sendungen wie Beverly Hills 90210 oder eben jene, bei denen es sich um protzigen Reichtum fern von jeglicher Realität dreht... Wink
_________________
Mi 06. Apr. 2005; 06:21
Pantitlan.
Das stimmt schon, was du sagst. Der Wohlstandsunterschied duerfte bei diesen indischen Produktionen und ihren Zuschauern groesser sein, als bei uns. Aber das beantwortet noch nicht die Frage, ob die Leute (mal abgesehen davon, dass es "die Leute" sowieso nicht gibt) das prinzipiell anders empfinden. Ich denke eher nicht, zumal die wirklich unterste Schicht ja weder Fernseher noch Geld fuer Kinoeintritte haben. Das heisst, die Filme werden vermutlich vor allem von so einer Art Mittelschicht geschaut, also Leute die irgendwie ein bisschen Geld haben, sich Kleinigkeiten leisten koennen, ein Dach ueber dem Kopf und so weiter. Und ob das Dach nun vergoldet ist oder aus Pappe macht dann ja nicht mehr so einen grossen Schritt aus, wie ob man ueberhaupt ein Dach hat.
Und wegen dem persoenlichen. Ich glaube, das ist schon sehr unterschiedlich. ich sehe mich beispielsweise auch im Durchschnitt und mein Bankkonto mag zwar im gleichen Land liegen, wie das von denjenigen von "reich und schoen", aber es ist definitiv weniger drauf... Wie auch immer: wenn ich solche Sendungen sehe, muss ich ehrlich sagen, dass ich ueberhaupt nicht neidisch bin. Ich habe mein Leben so eingerichtet, wie ich es mir wuensche. Vielleicht bin ich da auch einfach ein Glueckspilz, das bisher immer alles problemlos klappte... Fuer mich ist es eher so eine Art Abschreckung, dass ich nie so werden moechte... |
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