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 | Gefahren in Bangladesh - wie ists wirklich? |  |
Verfasst am: Mo 03. Okt. 2005; 12:19 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
| Beiträge: 4064 |
| Wohnort: Beijing (Basel) |
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Das EDA schreibt zur Sicherheitslage unter anderem folgendes:
| Zitat: | Grundsätzliche Einschätzung
Die politische und Sicherheitslage ist geschwächt und angespannt. Seit Mai 2004 sind in verschiedenen Städten vermehrt Bombenanschläge verübt worden. Am 21.08.2004 hat ein Attentat auf eine politische Veranstaltung zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert. Die politischen Unruhen sind häufiger und gewaltsamer geworden.
Hin und wieder (besonders freitags) finden anti-amerikanische bzw. anti-westliche Demonstrationen statt. Politisch motivierte, kurzfristig angekündigte Generalstreiks (sog. "Hartals") sind jederzeit möglich. Während der Streiks kann der Strassenverkehr stark beeinträchtigt werden, und viele Geschäfte bleiben geschlossen; mit weiteren Ausschreitungen muss gerechnet werden. |
Von diesen Bombenanschlägen habe ich nie was gehört. Hat jemand eine Ahnung was dahintersteckt, wie häufig und gefährlich die sind? Wenn es ein Attentat pro Jahr gibt, kann ich damit eigentlich leben.
Mehr interessiert mich, wie es mit den anti-westlichen Demos aussieht. Ist das heikel? Aehliche Situation wie in Pakistan?
| Zitat: |
Spezifische regionale Risiken
An der Nordgrenze zu Indien kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Truppen der beiden Länder. Auch wenn sich die dortige Lage zeitweise etwas entspannt, bleibt sie grundsätzlich labil. Das nördliche Grenzgebiet ist deshalb weiterhin zu meiden oder nur mit äusserster Vorsicht und unter vorgängiger Abklärung der Lage mit den lokalen Sicherheitsbehörden zu bereisen.
In den Chittagong Hill Tracts ist die Lage gespannt und die Sicherheit nur sehr beschränkt gewährleistet. Entlang der Grenze zu Myanmar besteht ausserdem die Gefahr von Landminen. Von Reisen in die Chittagong Hill Tracts wird abgeraten. |
Schade, gerade in die Chitttagong Hill Tracts wäre ich gerne gegangen. War da mal jemand kürzlich und kann aus erster Hand berichten?
Die Konflikte mit Indien sind vermutlich relativ vorhersehbar, wenn man die Tagespresse verfolgt.
| Zitat: |
Kriminalität
In den bangladeschischen Gewässern und Häfen ist Piraterie verbreitet, die sich auch gegen Handelsschiffe und Jachten richtet.
Taschen- und Entreissdiebstähle sind verbreitet; dabei kann es auch zu Gewaltanwendung kommen. Beachten Sie unter anderem nachstehende Vorsichtsmassnahmen:
* Meiden Sie Demonstrationen und Kundgebungen jeder Art und benutzen Sie während der Streiks keine Motorfahrzeuge.
* Tragen Sie möglichst keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur das notwendigste Geld auf sich.
* Seien Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders vorsichtig und reisen Sie ausschliesslich tagsüber.
* Benutzen Sie Rikscha- und sog. Babytaxis möglichst nicht alleine.
* Für Frauen ist es nicht ratsam, alleine zu reisen. Es wird Frauen ausserdem empfohlen, bei Bedarf Polizeistationen nur in Begleitung einer Vertrauensperson aufzusuchen. |
Naja, klingt nicht so toll... Aber am meisten stimmen mich anti-westliche Resentiments bedenklich. Da wäre ich ja gezielt angegriffen. Der Rest ist wohl unproblematischer... Was meinen die anderen hier? |
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Verfasst am: Di 08. Nov. 2005; 08:27 |
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Ich habe nie von Uebergriffen auf Europäer gehört. Aber das kann auch daran liegen, dass es in Bangladesh fast keine Expads gibt. Wieso auch? Ausser vielleicht Managern von Fabriken oder so. In Pakistan hingegen hört man so was häufiger, obwohl es dort für Westler auch wenig Grund gibt, hinzureisen.
Wie sehr man allerdings Bangladesh und Pakistan gleichsetzen kann, weiss ich nicht. Immerhin haben sich die beiden Länder getrennt und das sicherlich nicht deshalb, weil sie sich so gut verstehen. |
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Verfasst am: Do 20. Apr. 2006; 22:43 |
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| willi |
| Pauschaltourist |
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| Anmeldungsdatum: 20.04.2006 |
| Beiträge: 1 |
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ich war im märz für ein paar tage in dhaka. weltweit war zu dieser zeit ja der karikaturenstreit. ich persönlich habe nur nette und sehr neugierige bengalen erlebt, die nach möglichkeit alle von mir fotografiert werden wollten.
als westlicher ausländer wird man dort noch wie ein alien angeschaut und es ist immer eine menschentraube um einen rum. werde noch mal länger als tourist nach bangladesh fahren.
visit bangladesh before the tourist come  |
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Verfasst am: Mo 01. Mai. 2006; 10:50 |
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| Penguin |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 31.01.2006 |
| Beiträge: 1168 |
| Wohnort: Hamburg |
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| Haitara hat folgendes geschrieben: | Ich habe nie von Uebergriffen auf Europäer gehört. Aber das kann auch daran liegen, dass es in Bangladesh fast keine Expads gibt. Wieso auch? Ausser vielleicht Managern von Fabriken oder so. In Pakistan hingegen hört man so was häufiger, obwohl es dort für Westler auch wenig Grund gibt, hinzureisen.
Wie sehr man allerdings Bangladesh und Pakistan gleichsetzen kann, weiss ich nicht. Immerhin haben sich die beiden Länder getrennt und das sicherlich nicht deshalb, weil sie sich so gut verstehen. |
Das sehe ich ähnlich: Bangla Desh ist zwar auch Muslimisch, aber es existiert bei weitem nicht der Nährboden für diese Widersprüche - wie in Pakistan zwischen ofizieller Politik, Volksüberzeugung usw - Attentate dürften entweder lokalen Hintergrund haben. (Anschlag wegen Mietwucher usw) oder "importiert" sein. Für einen Terroristen dürfte es sehr einfach sein, in Bangla Desh aktiv zu werden, da wenig Kontrollen und Vorsichtsmassnahmen existieren.
Das Land hat EIN Hauptproblem: Seine geographische Situation und daraus resultierende ständig drohende und wiederkehrende flächendeckende Überschwemmungen. Dies hält sowohl einen Grossteil der Bevölkerung als auch jegliche Verwaltung in ständiger Bereitschaft/Anspannung. Alles Andere ist dagegen zweitrangig.
Besucher aus dem FERNEN Ausland sind eher eine willkommenen Abwechslung. Deshalb, vor allem auf dem Land, grosse Scharen von - friedlichen, einfach nur Neugierigen.
Ich habe ein paar Stammkunden, die regelmässig Pakistan und auch Bangla Desh besuchen, aus geschäftlichen Gründen. Die berichten NIE von irgendwelchen Problemen. Die bewegen sich natürlich auch völlig anders im Land (In Begleitung ihrer örtlichen Mitarbeiter und Geschäftspartner) Ich frage sie auch regelmässig aus in dieser Richtung.
Penguin |
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Verfasst am: Mi 26. Jul. 2006; 15:16 |
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| frappé |
| Pauschaltourist |
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| Anmeldungsdatum: 26.07.2006 |
| Beiträge: 1 |
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Hallo
Ich war vom letzten sept-dez in Bangladesh. Chittagong, Dhaka und am Reisen. Ich habe mich auch auf der homepage der eda erkundigt, die situation war ziemich ähnlich.
meine eindrücke:
fühlte mich im grossen und ganzen sicher.
Die Menschen starren einen an, wegen der weissen Haut, sie sind aber immer freundlich und interessiert.
Als ich in Chittagong war, gab es dort einen Bombenanschlag, wegen den Wahlen. Gemerkt habe ich davon jedoch nichts, habe aber versucht Menschenansammlungen so weit wie möglich zu vermeiden (nur kurz auf den basar etc.)
In den Hilltracs war ich auch, die Spannungen welche dort herrschen betreffen die Touristen eigentlich nicht.
Hartal: Vor den Wahlen kam es immer wieder zu Streiks, kann sein, dass der Zug o.ä nicht fährt.
natürlich kann man auch zur falschen Zeit am falschen Ort sein, ich fühlte mich aber, wie bereits erwähnt meistens sicher. |
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Verfasst am: Mi 21. März. 2007; 12:34 |
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| fuchurs |
| Fullmoonpartyjäger |
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| Anmeldungsdatum: 11.03.2007 |
| Beiträge: 17 |
| Wohnort: Köln |
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Ich bin insgesamt ein halbes Jahr kreuz und quer durch Bangladesch gereist und habe alle Warnungen als übertrieben empfunden.
als das WTC in die Luft flog, fragten BDis manchmal, ob ich aus der USA komme. Aber letzten Endes war es Ihnen egal und sie haben mich freundlich behandelt.
Bei der letzten Parlamentswahl gab es in Dhaka sehr heftige Demonstrationenen, aber ich wurde auch mittendrin nicht negativ beachtet.
Die Einreise nach Rangamati in den Chittagong Hill Tracks wurde mir am letzten Checkpoint vor der stadt "aus Sicherheitsgründen" verwehrt, aber wie sich nach der Einreise durch die Hintertür (versteckt zwschen hilfreichen tribes auf dem Busdach) herausstellte, war der Hintergrund ein anderer. In den Hill Tracks findet eine Unterdrückung der Minderheiten Kultur statt. Die Hintergründe des Kinflikts sind vielfältig, gehe ich jetzt nicht darauf ein. Doch je mehr Menschen sich für diesen versteckten gewalttätigen Konflikt interessieren, um so mehr muss sich die BD Regierung rechtfertigen- eine gute Sache. Ich wurde in Bandarban sehr herzlich aufgenommen, Genehmigungen für Besuche manacher Orte mussten auf dem Amt eingeholt werden und kosten Zeit: einen Tag Tee trinken und nett unterhalten auf dem Amt.
Die Fahrt mit dem steamer soll weniger gefährlich sein als eine Busreise auf der Strecke Khulna-Dhaka, aber wenn Du schwimmen kannst.
Diebstahl- kein Problem, wenn Du Deinen Reichtum nicht demonstrierst- und bereit bist zu teilen, z.b. Deine supergrosse Shampooflasche ist viel zu viel für eine Person:)
Sundarbarns: Royal Bengal Tiger muss wirklich gefährlich sein. aber bis Du den mal triffst... Sundarbarns ist groß und wunderschön. Beste Reisemöglichkeit mit den Honigsammlern im Boot.
Das Trinkwasser ist arsenhaltig. In manchen Gegenden findest Du kein abgefülltes Wasser. Die Tiefwasser (!) -pumpen sind aber ok, auch wenn das Wasser manchmal nach dem Abpumpen erst ausgelüftet werden muss, um als geniessbar durchzugehen. Das Arsen ist nur im längerfristigen Gebrauch schädlich, siehe die blinden Alten in BD) bei einem kurzen mehrmonatigen Aufenthalt kein Problem.
Einfache, ungeplante Reise mit dem Fahrrad durch die Dörfer ist kein Problem. Menschen helfen dir mit Wasser und Übernachtungsmöglichkeiten aus. Wenn Du irgendwohin kommst, wo es keine Hotels gibt, wirst Du entweder zum Government guesthouse oder in einen Privathaushalt gebracht. Für Frauen sieht das eventuell anders aus, in manchen städten gibt es wohl Hotels, die keine Frauen reinlassen.
Wenn Dir versehentlich das Geld ausgeht, kannst Du im Notfall auch tauschen, z.B. mit Zigaretten
Hortals sind ein gutes Training für Deine Geduld. aber genauso wie manchmal in der Regenzeit musst Du dann eben ein paar Tage warten, lesen, wie die BDis nachmittagelang dahindösen oder Lieder singen. Eigentlich nicht schlecht, fast meditativ steht die Gesellschaft manchmal ein paar Tage still. Eine Reiseroute genau auf Datum vorzubereiten ist einfacher als es dann durchzuführen ist. Am besten viel Zeit einkalkulieren und nicht stressen lassen. Die BDis verabreden sich auch kaum auf die Stunde genau.
Das Ganze ist zwar ein wenig beschönigend, aber reiseunerfahrene Touris werden sowieso nicht nach BD gehen. Du musst schon ganz schön entspannt sein, um die Reise zu geniessen.
Was ich am gefährlichsten fand, war meine Gefühlslage. Nach ein paar Monaten Hochstimmung ( Leben ohne Geldverkehr, Werbung, Computer, Alkohol,völlig drausen aus der Konsumgesellschaft..) kam die Depression durch- ich konnte die BDis nur noch als Überlebenskämpfer sehen. Naja, die BDis sind sehr stolz auf ihr Land und ihre Kultur und halten so den Daumen hoch. Ich konnte in der Gesellschaft viel lernen! Das war die vermeintlichen Mühen und Gefahren auf dem Weg wert. |
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_________________ be prepared to be surprised |
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Verfasst am: So 15. Apr. 2007; 15:57 |
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| matthiasontheroad |
| Fullmoonpartyjäger |
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| Anmeldungsdatum: 26.06.2006 |
| Beiträge: 21 |
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| @fuchurs: War zwar noch nie so lange in Bangladesch wie Du. Dafür war ich dort schon 4 mal. Ich kann Deine Ausführungen nur unterstreichen! Spannendes Land, das den Erfahrungsschatz eines jeden Travellers bereichern kann! |
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