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Weltreiseforum Foren-Übersicht » Zentralasien, Sibirien und Mongolei » Afghanistan bestimmt per Gesetz die Sex-Häufigkeit Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
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Afghanistan bestimmt per Gesetz die Sex-Häufigkeit
BeitragVerfasst am: Fr 03. Apr. 2009; 08:15 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 5641
Wohnort: Beijing (Basel)




Das finde ich schon recht krass: In Afghanistan haben Männer das Recht, mit ihrer Frau mindestens alle vier Tage einmal zu schlafen. Dies will scheinbar ein neues Gesetz in dem zentralasiatischen Land. Menschenrechtler bezeichnen das als legalisierte Vergewaltigung in der Ehe. Was haltet ihr davon? Vor allem finde ich es auch bemerkenswert, dass das Gesetz direkt von Karzai kommt und er offenbar das Parlament umgangen hat. Hat er Probleme mit seiner eigenen Frau? Auch denke ich, dass wir uns von unserem Bild von Karzai als dem symphatischen Reformer verabschieden müssen.

http://www.welt.de/politik/article3491348/Gesetz-bestimmt-Haeufigkeit-von-Sex-in-der-Ehe.html

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BeitragVerfasst am: Fr 03. Apr. 2009; 08:46 Antworten mit Zitat
Leftwing
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Beiträge: 217
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Naja er hat wohl eher ein Problem mit den Fundis und gibt ihnen mal wieder Futter. Reiner Machterhaltungstrieb, schon frustrierend was in Afghanisten, den Stammesgebieten und im SWAT abgeht...
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BeitragVerfasst am: Fr 03. Apr. 2009; 10:46 Antworten mit Zitat
gabe
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Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 2541
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Das Beste daran ist, dass verschiedene westliche Mächte die Regierung die solche Gesetzte verabschieded noch militärisch unterstützt. Aber besser als unter den Talibans ist es bestimmt.

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BeitragVerfasst am: Fr 03. Apr. 2009; 10:56 Antworten mit Zitat
Boracay
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Beiträge: 323




gabe hat folgendes geschrieben:
Das Beste daran ist, dass verschiedene westliche Mächte die Regierung die solche Gesetzte verabschieded noch militärisch unterstützt.


Das Problem ist dass sich Karzai damit Wählerstimmen sichern will. Dieser Schwachsinn entspricht scheinbar dem Willen der Bevölkerung.
Tausend Jahre Gehirnwäsche durch die Friedensreligion.
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BeitragVerfasst am: Fr 03. Apr. 2009; 13:43 Antworten mit Zitat
gabe
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 2541
Wohnort: Zurich, Chiang Mai & Tokyo




Boracay hat folgendes geschrieben:
gabe hat folgendes geschrieben:
Das Beste daran ist, dass verschiedene westliche Mächte die Regierung die solche Gesetzte verabschieded noch militärisch unterstützt.


Das Problem ist dass sich Karzai damit Wählerstimmen sichern will. Dieser Schwachsinn entspricht scheinbar dem Willen der Bevölkerung.
Tausend Jahre Gehirnwäsche durch die Friedensreligion.


Das ist eher tragisch. Aber die Frage stellt sich trotzdem ob der Westen dann eine solche Regierung auch (militärisch) unterstützen soll.

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BeitragVerfasst am: Fr 03. Apr. 2009; 19:36 Antworten mit Zitat
Boracay
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 12.12.2008
Beiträge: 323




[quote="gabe"]
Boracay hat folgendes geschrieben:

Das ist eher tragisch. Aber die Frage stellt sich trotzdem ob der Westen dann eine solche Regierung auch (militärisch) unterstützen soll.


Option 2 wäre eine andere Regierung die noch wesentlich heftiger durchgreift um den Forderungen des Propheten gerecht zu werden.

Kann der Westen das wollen?
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BeitragVerfasst am: Fr 03. Apr. 2009; 19:38 Antworten mit Zitat
Monrise
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Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 119
Wohnort: Ulaanbaatar/Lichtenau




Naiv, wer in der Aktion des Westens in Afghanistan eine Reform- und Demokratieoffensive sieht. Der Westen hat die Taliban unterstützt und aufgerüstet weil sie gegen die Russen einsetzbar waren. Nachdem sie sich sozusagen gegen ihre eigenen Sponsoren gewendet haben mussten sie weg und dafür hat man eine absolut korrupte Chlique von im Westen hochgepäppelten Exiltypen eingesetzt.
Jetzt merkt man dass die im eigenen Land überhaupt nicht akzeptiert werden und nun lässt man denen, nachdem sie sich die Taschen gefüllt haben, auch politisch völlig freie Hand, Hauptsache es kehrt ein gewisser Burgfrieden ein.

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BeitragVerfasst am: Sa 04. Apr. 2009; 08:05 Antworten mit Zitat
gabe
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 2541
Wohnort: Zurich, Chiang Mai & Tokyo




[quote="Boracay"]
gabe hat folgendes geschrieben:
Boracay hat folgendes geschrieben:

Das ist eher tragisch. Aber die Frage stellt sich trotzdem ob der Westen dann eine solche Regierung auch (militärisch) unterstützen soll.


Option 2 wäre eine andere Regierung die noch wesentlich heftiger durchgreift um den Forderungen des Propheten gerecht zu werden.

Kann der Westen das wollen?


Ich habe ja oben gesagt, dass es unter der Talibanregierung noch schlimmer war.

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BeitragVerfasst am: Sa 04. Apr. 2009; 14:06 Antworten mit Zitat
Boracay
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 12.12.2008
Beiträge: 323




Monrise hat folgendes geschrieben:
Naiv, wer in der Aktion des Westens in Afghanistan eine Reform- und Demokratieoffensive sieht.


Was sonst? Bitte komm jetzt nicht mit irgendwelchen Pipelines oder sonst so ein Mist, da kannst du gleich nach Straßbourg zum radaliererpack gehen.

Zitat:

Der Westen hat die Taliban unterstützt und aufgerüstet weil sie gegen die Russen einsetzbar waren.


Es war auch sehr lobenswert den Kommunismus und die damit verbunden Unfreiheit und Armut zu bekämpfen. Damals war nur sehr schwer damit zu rechnen dass die Friedensreligion sich derartig radikalisiert.
Die paar Stingerraketen von damals bringen den Taliban heut eh nix mehr.

Zitat:

Nachdem sie sich sozusagen gegen ihre eigenen Sponsoren gewendet haben mussten sie weg und dafür hat man eine absolut korrupte Chlique von im Westen hochgepäppelten Exiltypen eingesetzt.


Die demokratische gewählt wurden.

Zitat:

Jetzt merkt man dass die im eigenen Land überhaupt nicht akzeptiert werden und nun lässt man denen, nachdem sie sich die Taschen gefüllt haben, auch politisch völlig freie Hand, Hauptsache es kehrt ein gewisser Burgfrieden ein.


Als Gegenvorschlag könnte man natürlich auch einen großen Parkplatz aus dem land machen, aber das wollen die Linksgrünen dann aber doch auch nicht.
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BeitragVerfasst am: So 05. Apr. 2009; 08:34 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 5641
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Stimmt, an die Wahlen habe ich nicht gedacht. Die finden im August dieses Jahres statt. Damit könnte es sich hier durchaus um ein "Wahlgeschenk" handeln. Nun gut, dass ist dann halt eben Demokratie mit ihren Schattenseiten. Wenn wir als Aussenstehende für diese Menschen Demokratie wollen, sollten wir auch den Volkswillen akzeptieren können. Dies zeigt dann wieder, wie naiv es ist, anderen Kulturen unser Demokratieverständnis aufdrücken zu wollen, wenn die Grundlagen dafür überhaupt nicht stimmen.

Zitat:
Zitat:
Nachdem sie sich sozusagen gegen ihre eigenen Sponsoren gewendet haben mussten sie weg und dafür hat man eine absolut korrupte Chlique von im Westen hochgepäppelten Exiltypen eingesetzt.


Die demokratische gewählt wurden.


Wie ist eigentlich das Wahlrecht in Afghanistan organisiert? Frauen haben wohl kein Wahlrecht, oder? Zumindest legt ein solches Wahlgeschenk es nahe, dass sich Karzai nicht vor weiblichem Stimmenverlust fürchtet.

Zitat:
Jetzt merkt man dass die im eigenen Land überhaupt nicht akzeptiert werden und nun lässt man denen, nachdem sie sich die Taschen gefüllt haben, auch politisch völlig freie Hand, Hauptsache es kehrt ein gewisser Burgfrieden ein.


Ja, ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt. Wenn man eine Regierung stürzt und eine einsetzt, die nicht wirklich akzeptiert wird, hat man ein Problem. Aehnlich im Irak. Dadurch wird die Lage in der Regel auch nicht besser.

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BeitragVerfasst am: So 05. Apr. 2009; 15:28 Antworten mit Zitat
Boracay
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Anmeldungsdatum: 12.12.2008
Beiträge: 323




Pantitlan hat folgendes geschrieben:
Damit könnte es sich hier durchaus um ein "Wahlgeschenk" handeln.


Hatte ich bereits so geschreiben. Karzai versucht sich Wählerstimmen unter den Konservativen zu sichern.

Zitat:

Wie ist eigentlich das Wahlrecht in Afghanistan organisiert? Frauen haben wohl kein Wahlrecht, oder?


Doch, Frauen haben Wahlrecht.

Glaube eher dass die Frau ohnehin das wählt was der Mann will. Evtl. finden auch islamistische Frauen dieses Gesetz klasse, manche Türkinnen in Deutschland tragen ja auch freiwillig ein Kopftuch.
Hier ist wieder der Punkt dass man nicht mit westlichen Wertmaßstäben anfangen sollte.

Edit: Es gibt natürlich keinen Islamismus sondern nur Moslems unterschiedlicher Orthodoxität.
Zitat:


Ja, ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt. Wenn man eine Regierung stürzt und eine einsetzt, die nicht wirklich akzeptiert wird, hat man ein Problem.


Die Regierung Afgahnistans wie die des Iraks wurden demokratische gewählt. Es sind verhältnismäßig wenige Eiferer, die hier mit Gewalt versuchen die Wahlentscheidung der Bevölkerung zu wiederrufen.

Zitat:

Dadurch wird die Lage in der Regel auch nicht besser.


Die lage Afgahnistans ist heute wesentlich besser als unter den Taliban und im Irak wird es in 10 Jahren (weltweite wirtschaftliche Erholung vorausgesetzt) auch wesentlich besser als unter Sadam sein.
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BeitragVerfasst am: So 05. Apr. 2009; 22:16 Antworten mit Zitat
Monrise
Yetijäger
Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 119
Wohnort: Ulaanbaatar/Lichtenau




Zitat:
Die lage Afgahnistans ist heute wesentlich besser als unter den Taliban und im Irak wird es in 10 Jahren (weltweite wirtschaftliche Erholung vorausgesetzt) auch wesentlich besser als unter Sadam sein.



Das ist ja ein unglaublicher Optimismus, aber sehr fern jeder Realität.

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