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 | Medienfreiheit in China |  |
Verfasst am: So 23. Nov. 2008; 03:24 |
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| sandsturm |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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Ich weiss, wir haben schon ein langes Thema zur Internetzensur. Weil das ein bisschen unuebersichtlich ist, ein neues Thema, das sich mit der Frage auseinandersetzen soll, ob die Medien in China freier werden.
Dazu habe ich verschiedene Beispiele gefunden. Die offensive Berichterstattung beim Sichuanerdbeben haben wir ja schon gelobt. Nun schreibt auch die NZZ am Ende eines Artikels ueber Proteste in der Provinz Gansu:
| Zitat: | Zwar erkennt die Pekinger Regierung durchaus, dass den Protesten gewaltige soziale Probleme und häufig Korruptionsfälle zugrunde liegen. Zhou Yongkang, Chinas oberster Ordnungshüter, rief vergangenen Monat alle Beamten auf, «Konflikte zu vermeiden und Streit zu schlichten». Doch aus Angst um die eigene Autorität werden häufiger die Demonstranten bestraft als diejenigen, die ihren Unmut provoziert haben.
Diese Prioritäten der Regierung schlagen sich in einer neuen Direktive an die staatlichen Medien nieder, mit der der Propagandachef Li Changchun die Berichterstattung über Proteste steuern will. Da sich Nachrichten in Chat-Foren oft schneller verbreiten, als die Zensoren sie löschen können, soll künftig auch die offizielle Presse schnell über «Massenvorfälle» berichten – allerdings ohne auf die zugrundeliegenden Ursachen einzugehen. |
Quelle:
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/unruhen_in_nordchinesischer_stadt_1.1284266.html
Das andere ist ein Artikel ueber eine Tagung von deutschen und chinesischen Journalisten in Suedchina. Ich fand das auch ganz interessant. Dabei geht es nicht nur um Zensur, sondern um ein anderes Selbstverstaendnis der Medien.
http://www.tagesspiegel.de/medien-news/China-Journalismus;art15532,2667117[/b] |
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_________________ Bitte keine PN. Ich beantworte gerne jede Frage. Aber nur solche, die im Forum gepostet sind, sonsts bringt das ja nicht allesn etwas. |
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Verfasst am: Di 25. Nov. 2008; 21:25 |
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| weltweit77 |
| Holidayresort-Guru |
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| Anmeldungsdatum: 16.10.2008 |
| Beiträge: 13 |
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habt Ihr die Diskussion über das neue Album von Guns'n'Roses "Chinese Democracy" mitbekommen?
da soll es ja angeblich keinen freien Zugriff drauf geben, auf Seiten zu dem Thema, auch wenn die verantwortlichen PR-Leute in China das natürlich dementieren.
hab das nur so am Rande mitbekommen. muss nochmal gucken. |
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Verfasst am: Di 25. Nov. 2008; 21:59 |
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| robbe |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 08.07.2008 |
| Beiträge: 337 |
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Nun ja die chin. Regierung ist eben nicht auf den Kopf gefallen und handelt um die die öffentliche Ordnung weitgehend stabil zu halten. Und da ist es sicherlich besser gewisse Informationen kontrolliert preiszugeben als ohne Kontrolle. Dann hält man vielleicht manche Leute davon ab sich im Internet genauer zu informieren, wobei die Bevölkerung sicherlich stetig mehr Informationen haben möchte und so die Regierung wieder vor dem selben Problem steht.
Bin mal gespannt wie sich das entwickelt, nicht nur die Medien sondern allgemein Rechte, Demokratie etc...
Ich bin ja der Meinung, dass man so ein großes Land nicht komplett militärisch unterdrücken kann und die Entwicklung Chinas sehr zur Verbreitung der Informationsmöglichkeiten geführt hat, besonders auf dem Land, sodass die arme Bevölkerung ihren Status nicht mehr so hinnimmt wie vielleicht vor 20 Jahren und auch teilhaben will am Wohlstand. (weiß ich aber nicht so genau, kenne mich jetzt nicht so gut mit chinesischer Geschichte nach 1949 aus, klärt mich auf )
Habe dazu mal was interessantes über die Tibetproteste in Tibet gelesen. Da haben sie anscheinend nicht (nur) für mehr Freiheit demonstriert, sondern auch dafür, dass sie es nicht toll finden einen so geringen Entwicklungsstand zu haben wie im Vergleich zu manch andere Teilen Chinas. Ist ja klar, was der Rest der Bevölkerung hat, will derjenige, der es nicht hat auch |
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Verfasst am: Mi 26. Nov. 2008; 02:12 |
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| sandsturm |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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| Wohnort: Bern |
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Das mit dem Entwicklungsstand ist vermutlich nicht so. Es gibt spezielle Gesetze, dass jede Firma in China 10 Prozent oder so in Tibet investieren muss. Weiss es nicht mehr ganz genau. Aber Fakt ist, dass Tibet von allen Provinzen das groesste Wirtschaftswachstum hat - natuerlich von einem noch tieferen Stand aus. Wobei diese Statistik nicht aufschluesselt, wem dieses Wachstum zu Gute kommt. Vermutlich vor allem den chinesischen Zuwanderern. Insofern waere die schlechte Entwicklung nicht im Vergleich zu anderen Landesteilen, sondern zu anderen Bevoelkerungsteilen im gleichen Landesteil.
| Zitat: | | da soll es ja angeblich keinen freien Zugriff drauf geben, auf Seiten zu dem Thema, auch wenn die verantwortlichen PR-Leute in China das natürlich dementieren. |
Das ist falsch. Habe gerade per MSN einen chinesischen Freund gebeten, das zu ueberpruefen und es lassen sich alle getesteten Seiten oeffnen. Was aber wahr zu sein scheint, ist, dass das Album nicht in China auf den normalen Markt kommt. Raubkopien (und das sind vermutlich 90% der verkauften CDs insgesamt) wird es wohl schon geben. Aehnliches gab es schon vor ein paar Monaten mit der CD Songs for Tibet. |
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Verfasst am: Mi 26. Nov. 2008; 09:48 |
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| weltweit77 |
| Holidayresort-Guru |
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| Anmeldungsdatum: 16.10.2008 |
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@Sandsturm
das ist gut, dass die Seiten zugänglich sind.
hab die Berichterstattung über dieses Album zwar verfolgt, aber den China-Aspekt nur so am Rande mitbekommen. und ich find das auch gut, dass man heutzutage einfach mal per Messi in China nachfragen kann.
Nebenbei bemerkt, ich find das Album grottenschlecht. ein bisschen so wie früher, aber eben ohne Izzy und Slash. die Wartezeit war zu lang, die Erwartungen zu hoch. |
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Verfasst am: Mi 26. Nov. 2008; 16:50 |
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| Pantitlan |
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| Wobei man bei Songs for Tibet ja sagen muss, dass itunes in China gesperrt wurde, weil man dort die Lieder gratis runterladen kann. Wobei es da wohl eher um eine Bestrafungsaktion ging als um Zensur. |
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Verfasst am: Mi 26. Nov. 2008; 20:27 |
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| Aremonus |
| Forenveteran |
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das Album stinkt. Aber dass es deswegen verboten ist - das wäre doch die perfekte Antiwerbung
Zu Tibet: Die Zentralregierung tut ja eigentlich vieles für Tibet - eigentlich mehr als die Schweiz für die Innerschweizerkantone... dass sich aber Lhasa auf 6 Km höhe nicht zum internationalen Finanzzentrum entwickelt und Shanghai konkurrenz macht, war ja eigentlich auch vorhersehbar... |
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_________________ QQ: 545426093 |
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Verfasst am: Fr 28. Nov. 2008; 22:55 |
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| weltweit77 |
| Holidayresort-Guru |
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@Aremonus
Zensur
= Geheime Empfehlung durch öffentliches Verbot. |
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Verfasst am: So 04. Jan. 2009; 01:52 |
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| Pantitlan |
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Zum Thema "Chinese Democrazy" habe ich was Lustiges gefunden. Offenbar wurde in einem chinesischen Rockmagazin die CD besprochen. Der Artikel scheint nicht sehr informativ zu sein. Der interessante Punkt ist jedoch, wie der Titel des Albums übersetzt worden ist:
"Interestingly, the magazine doesn't mention the common Chinese translation of the album's title: 中国民主. Instead, it uses the English name or its own translation, 天朝德先生, a clever combination of "celestial kingdom," a poetic name for China that's often used ironically, and the May 4-era term "Mr. Democracy."
Quelle:
http://www.danwei.org/music/so_rock_jesus_ii.php |
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Verfasst am: Fr 11. Sep. 2009; 01:49 |
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| Pantitlan |
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