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 | Ryanair stoniert Tickets im grossen Stil |  |
Verfasst am: Di 19. Aug. 2008; 12:30 |
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| Pantitlan |
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Wer mit der irischen Billigfluglinie Ryanair reisen möchte, kann seine Flüge in Kürze nur noch direkt über die Unternehmenshomepage buchen. Flüge ab dem 25. August, die über das Internet bei Drittanbietern erworben wurden, werden storniert und das Geld zurückbezahlt. Diese Frist lasse den betroffenen Kunden genügend Zeit, ihre Tickets direkt bei Ryanair zu buchen.
Das ist die Kurzfassung einer Meldung von einer Meldung in "der Presse". http://diepresse.com/home/leben/reise/406277/index.do?_vl_backlink=/home/leben/reise/index.do
Mal abgesehen, dass ich finde, dass zwei Wochen nicht gerade eine lange Zeit ist und auch davon abgesehen, dass das Vorgehen sogar rechtmässig ist... Klug ist das nicht. Die betroffenen Leute werden damit mächtig vor den Kopf gestossen. Es ist ja nicht nur so, dass sie damit einen gewissen Umtrieb haben, wenn sie alles nochmals buchen müssen, sondern die Tarife werden nun wohl auch hpher sein. Wenn mir sowas passieren würde, würde ich mich hüten, jemals wieder mit Ryanair zu fliegen. Ich verstehe nicht, wieso man nicht einfach per sofort keine Tickets mehr kaufen kann und die alten einfach so weiter laufen lässt.
Was meint ihr dazu? Ist der Imageschaden durch diese illegalen Zusatzgebührer wirklich grösser als das Ryanairdebakel jetzt? |
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Verfasst am: Di 19. Aug. 2008; 12:40 |
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| gabe |
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Ich höre davon zum ersten Mal. Aber falls das wirklich so ist kann ich das vorgehen von Ryanair nicht verstehen.
Rechtlich gesehen haben die Fluglinien hier in der Schweiz zum Beispiel das recht, Flüge eine gewisse Zeit im Voraus zu streichen, müssen aber die Passagiere dementsprechend umbuchen oder anderstweitig unterbringen. Bei der Ausstellung eines Tickets wird ein Kaufvertrag mit der Fluglinie abgeschlossen und ich bin der Meinung, dass die Fluglinie davon nicht einfach zurücktreten kann. Die rechtslage unterscheided sich jedoch nach Typ des Tickets. Bei Lowcost Fluglinien kommt das Pauschalreisegesetz leider nicht zur Anwendung und die Konditionen für die Tickets sind vermutlich etwas lockerer. |
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Verfasst am: Di 19. Aug. 2008; 12:55 |
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| Pantitlan |
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Verfasst am: Di 19. Aug. 2008; 15:47 |
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| gabe |
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Von dem habe ich tatsächlich nichts gehört. Soviel ich weiss ist aber z.B. hier in der Schweiz niemand betroffen da ich keinen Anbieter kenne der Tickets von Ryanair als Drittanbieter verkauft.
Ob das schweizerische Recht sich vom EU Recht in dieser Sache unterscheiden würde weiss ich ebenfalls nicht.
Das Vorgehen von Ryanair ist aber eher unglücklich da in erster Linie die Kunden verärgert werden und nicht nur die Drittanbieter. Auf der anderen Seite frage ich mich, wie es solchen Internetportalen überhaupt möglich ist, Flüge von Ryanair zu verkaufen ohne irgendwelche Verträge mit der Fluglinie abgeschlossen zu haben welche das jetztige Vorgehen der Fluglinie verhindern könnten. |
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Verfasst am: Mo 25. Aug. 2008; 16:09 |
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| gabe |
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Im Travelinside stand etwas mehr dazu:
19. August 2008
DRV will Gespräche mit Ryanair
Die Ankündigung von Ryanair, Buchungen aus Fremdsystemen zu annullieren, wirbelt weiter Staub auf.
Die Diskussionen um Fremdbuchungen von Ryanair gehen weiter. Nachdem Ryanair-Chef Michael O’Leary die Ankündigung gemacht hat, diese von Klaus Laepple, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), kritisiert wurden und anschliessend wiederum Laepple von O’Leary angegriffen wurde, meldet sich erneut Laepple zu Wort. Er bietet Ryanair nun laut «FVW online» direkte Gespräche an.
Der Chef des irischen Billigfliegers Ryanair will nur noch Buchungen, die auf der Ryanair-Website getätigt wurden. Alle anderen Buchungen sollen annulliert werden.
25. August
Cheaptickets.de kämpft gegen die Ticketstornierungen von Ryanair.
In einer von Cheaptickets.de beim Landgericht Frankfurt am Main erwirkten einstweiligen Verfügung wird es Ryanair untersagt, nicht direkt über die Website von Ryanair gebuchte Tickets für ungültig zu erklären. Cheaptickets.de weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass Ryanair die einstweilige Verfügung wegen deren Geschäftssitz in Irland bisher noch nicht zugestellt werden konnte. Unmittelbar wirksam gegenüber Ryanair wird die Verfügung erst mit deren Zustellung, die jedoch bereits veranlasst wurde.
Das Landgericht Frankfurt am Main folgte im Ergebnis der Argumentation von Cheapticktets.de, dass die Ryanair-Drohung eine nachhaltig diskriminierende Wirkung gegenüber Portalen wie Cheaptickets.de ausübe, da ein Passagier, der sein Ticket bei einem Online-Portal erwirbt, das im Nachhinein für ungültig erklärt wird, an der Seriosität des Portals zweifeln müsse.
Quelle: Travelinside |
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Verfasst am: Di 26. Aug. 2008; 02:17 |
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| Pantitlan |
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| Zitat: | | Das Landgericht Frankfurt am Main folgte im Ergebnis der Argumentation von Cheapticktets.de, dass die Ryanair-Drohung eine nachhaltig diskriminierende Wirkung gegenüber Portalen wie Cheaptickets.de ausübe, da ein Passagier, der sein Ticket bei einem Online-Portal erwirbt, das im Nachhinein für ungültig erklärt wird, an der Seriosität des Portals zweifeln müsse. |
Stimmt. Das habe ich mir so gar nicht überlegt. Aber wenn jemand den ganzen Wirbel nicht mitbekommen hat, könnte er schon glaube, dass diese Webseiten die Tickets illegal verkauft haben.
Hast du eigentlich herausgefunden, auf welcher Basis die Reiseportale die Tickets von Ryanair selber bekommen haben? |
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Verfasst am: Di 26. Aug. 2008; 08:28 |
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| gabe |
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Nein, ich weiss nicht, wie das technisch überhaupt möglich ist da Ryanair
ausschliesslich über seine Internetseite verkauft und die Flüge nicht in den verschiedenen CRS publiziert (oder gibts da Ausnahmen?). Hier in der Schweiz gibt es auch keine Anbieter. Vielleicht weiss Penguin z.B. mehr darüber wie das in Deutschland läuft. |
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Verfasst am: Mi 22. Okt. 2008; 18:41 |
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| Pantitlan hat folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Das Landgericht Frankfurt am Main folgte im Ergebnis der Argumentation von Cheapticktets.de, dass die Ryanair-Drohung eine nachhaltig diskriminierende Wirkung gegenüber Portalen wie Cheaptickets.de ausübe, da ein Passagier, der sein Ticket bei einem Online-Portal erwirbt, das im Nachhinein für ungültig erklärt wird, an der Seriosität des Portals zweifeln müsse. |
Stimmt. Das habe ich mir so gar nicht überlegt. Aber wenn jemand den ganzen Wirbel nicht mitbekommen hat, könnte er schon glaube, dass diese Webseiten die Tickets illegal verkauft haben.
Hast du eigentlich herausgefunden, auf welcher Basis die Reiseportale die Tickets von Ryanair selber bekommen haben? |
Nun ja, da Ryan Air grundsätzlich JEDEM VERBIETET seine Tickets zu verkaufen, und also KEINE Links zu anderen Seiten zulässt, wo man buchen könnte, haben diese Firmen sogenannte "Screen Scraper" eingeschaltet, die die Seite komplett kopieren und eigene Eingaben zulassen. Seitens Ryan Air ist das nur insofern aufgefallen, dass anscheinend EIN privater Abnehmer zahllose Tickets über seine - die Ryan Air Seite - erworben hat.
Die reisenden wurden entsprechend instruiert, am Flughafen zu sagen, sie hätten über Ryanair gebucht, und auch nur den Ryanair Buchungscode anzugeben. DANN kann Ryanair dies meist gar nicht mehr nachvollziehen.
Sobald aber eine Reisender gegenüber Ryanair den schriftlichen Ausdruck der ANDEREN Firma vorlegt, oder sagt, ich habe gar nicht bei Ryanair, sondern bei XXX gebucht, können die nachträglich festellen, dass es eine illegale Fremdbuchung ist, und diese für ungültig erklären. Genauso können sie nachvollziehen, welche Buchungen ebenfalls über die gleiche IP Adresse - die hinter dem Screen Scaper steckt - gebucht wurden, und diese ebenfalls annullieren. Reisende, die einfach hingingen und sagten, ich habe Ryanair gebucht, hier ist der Ryanair Code: KEIN Problem.
das ist dann die berühmte Geschichte mit dem Briefträger, der den schlafenden Wachhund weckt und fragt: "He, Du bist doch der, der mich angeblich beissen wollte !" Dann wird er natürlich doch gebissen.....
Penguin |
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Verfasst am: Do 23. Okt. 2008; 03:32 |
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| Pantitlan |
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| Zitat: | | KEINE Links zu anderen Seiten zulässt, |
Links sind, glaube ich, nicht das Problem. Du meinst vermutlich einfach eine direkte Anbindung einer Suchmaske an die Datenerfassung bei Ryanair. Ein Link wäre ja einfach was im Stil von www.ryanair.xx oder so... |
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Verfasst am: Sa 25. Okt. 2008; 09:05 |
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| Penguin |
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| Pantitlan hat folgendes geschrieben: | | Zitat: | | KEINE Links zu anderen Seiten zulässt, |
Links sind, glaube ich, nicht das Problem. Du meinst vermutlich einfach eine direkte Anbindung einer Suchmaske an die Datenerfassung bei Ryanair. Ein Link wäre ja einfach was im Stil von www.ryanair.xx oder so... |
Direktlinks zur Original Ryan Air Seite sind natürlich kein Problem.
Das wäre ja dann nur mehr oder weniger absichtliche Werbung für Ryan Air selbst.
Gemeint habe ich jegliche Providerfunktion. Sogenannte "Verlinkungen" jeglicher Art. Ryanair geht ja sogar weit, als Reisebüro Terminals erkannte IP s gezielt zu sperren.
Oder wenn ich anfange, auf meinem Privat PC zu Hause Buchungen für andere Personen durchzuführen, kriege ich auch den Privat PC womöglich gesperrt. Es soll komplett verhindert werden, dass irgendeine Agentur Ryan Air Tickets verkauft, egal wie direkt oder indirekt.
Penguin |
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