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 | Leere Flüge, um Slots in London Heathrow zu halten |  |
Verfasst am: Mi 16. Jul. 2008; 16:20 |
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| gabe |
| Forenveteran |
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Ich habe folgenden Artikel im Travel Inside gefunden. Eigentlich recht tragisch, wenn es für Fluggesellschaften rentabler ist, mit leeren Flugzeugen zu fliegen als die Slots in London Heathrow zu verlieren.
Neue Taktik: Leer fliegen oder kurzfristig annullieren statt aus dem Flugplan streichen.
| Zitat: | Laut der britischen Zeitung „The Times“ wird die drittgrösste britische Fluggesellschaft BMI in diesem Herbst zeitweise mit praktisch leeren Maschinen fliegen – Hauptsache, die Flüge werden nicht gestrichen, womit nämlich BMI die Slots am Flughafen Heathrow behalten kann. Diese Slots haben einen geschätzten Wert von umgerechnet CHF 1,56 Mia.
Auch andere Airlines planen der Zeitung zufolge solche „Geisterflüge“ mit wenigen Passagieren auf Kurzstrecken. Einige sollen sogar gezielt kurzfristig Flüge annullieren – ebenfalls in der Sorge, die Slots zu behalten, aber ohne die teuren Benzinkosten für einen Leerflug. Weiteres Chaos in London scheint im kommenden Winter also vorprogrammiert, was besonders für Geschäftsreisende unangenehme Folgen haben könnte.
Quelle: travelinside |
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Verfasst am: Mi 16. Jul. 2008; 16:28 |
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| robbe |
| Yetijäger |
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Liegt wohl am starken Konkurrenzdruck auf dem Flugverkehrmarkt.
Ich bin gespannt wann die ersten kleinen Airlines demnächst aufgeben müssen und Insolvenz beantragen oder von größeren Airlines geschluckt werden.
Laut einer Rynair-Sprecherin wird es ab nächsten Jahr nur noch 5 große Airlines in Europa geben. Glaub ich zwar nicht , aber es werden wohl einige weniger. |
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Verfasst am: Mi 16. Jul. 2008; 16:49 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Zitat: | | Laut einer Rynair-Sprecherin wird es ab nächsten Jahr nur noch 5 große Airlines in Europa geben. | Fünf Billigairlines oder fünf große Airlines überhaupt?
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: Mi 16. Jul. 2008; 16:58 |
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| robbe |
| Yetijäger |
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Laut denen: Rynair, Lufthansa, dann was französisches und britisches, die 5. weiß ich nicht mehr
also große und mit Rynair auch billige, wer weiß ob sie dann noch billig sind
aber irgendein experte hat dann auch gesagt, es wäre eher schwachsinn. (kam gestern im fernsehn, heute-journal glaube ich) |
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Verfasst am: Mi 16. Jul. 2008; 17:09 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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Achso.
Wahrscheinlich Lufthansa, Air France, British Airways und KLM.
Halte ich aber eher für eine billige Börsennachricht... glaube ich nicht.
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: Do 17. Jul. 2008; 08:51 |
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| gabe |
| Forenveteran |
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Ich verstehe nicht ganz, was das mit dem grösseren Konkurrenzdruck zu tun hat. Hier gehts eher darum, dass Fluggesellschaften wie z.B. BMI beim nicht Benützen von ihren Slots (Landerechte) diese verlieren. Da diese Slots extrem Wertvoll sind und auch gehandelt werden können ist es rentabler mit unrentablen Flügen zu fliegen.
Das hat nichts damit zu tun, dass es in ein paar Jahren anscheinend nurnoch 5 Fluglinien geben soll. Bereits vor 10-15 Jahren haben verschiedene Profis vorausgesagt, dass es lediglich ein paar grosse Player am Markt geben wird. Ich sehe das etwas anderst. Es hat und wird immer irgendwelche Nischengesellschaften geben. Eher möglich ist, dass der Hauptanteil des Europäischen Flugverkehrs unter grossen Linien wie z.B. Lufthansa, British Airways, Air France/KLM, EasyJet und Ryanair aufgeteilt werden könnte. Das soll aber nicht heissen, dass andere Fluglinien dadurch keine Existensberechtigung haben. |
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Verfasst am: Do 17. Jul. 2008; 19:10 |
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| Pantitlan |
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Das sehe ich auch so. Airlines kommen und gehen. Manche wachsen und übernehmen sich daran. Wie etwa Air Berlin, die nun wieder stark zurückstecken muss.
Problematisch finde ich vor allem, die Flüge kurzfristig zu annulieren. Da verliert man schnell einmal Kunden an die Konkurrenz.
Ich war auch erstaunt, dass du Lots so wertvoll sind. Aber letztlich ist das das einzige, was beim Fluggeschäft wirklich limitiert ist. |
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Verfasst am: Fr 18. Jul. 2008; 07:52 |
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| gabe |
| Forenveteran |
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Ich bin mir sicher, dass Strecken annulliert werden wo es (praktisch) keine Mitbewerber gibt.
Im übrigen sind Slots nicht die einzige Limitation in der Fliegerei. Es gibt da noch Nachtflugsperren, gesetzliche Grundlagen und Abkommen einzelner Staaten. Zwischen vielen Länder ist der Verkehr geregelt und entweder in Anzahl Flügen oder Anzahl verfügbarer Plätze begrenzt, Ausnahmen gibt es z.B. in Form von Open Sky Abkommen. |
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Verfasst am: Fr 18. Jul. 2008; 15:28 |
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| Pantitlan |
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| Slots sind doch einfach das Resultat der anderen Einschränkungen, oder? |
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Verfasst am: Fr 18. Jul. 2008; 16:16 |
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| gabe |
| Forenveteran |
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| Nein, die Slots selber betreffen keine Streckenrechte sondern werden für einzelnen Flughäfen vergeben. Slots sind eine Art Zeitfenster welches Fluggesellschaften erlaubt, einen Flughafen in diesem Fenster an zu fliegen und danach wieder zu verlassen. Diese Rechte sind an Flughafen wo die Nachfrage nach Slots grösser ist als das Angebot besonders wertvoll. Neben London Heathrow sind Slots z.B. auch in Tokyo-Narita Mangelware. Im weiteren ist es so, dass die Slots zu den Randzeiten weniger beliebt sind als zu den Stosszeiten (z.B. Geschäftsverkehr am frühen Morgen und nach 1700). Slots können auch gehandelt werden und es gibt zu diesem Zweck sogar Treffen (Börse) zwischen den Airports und Fluggesellschaften. So hat Swiss kurz nach ihrer Neugründung der British Airways für einen eventuellen Beitritt zur Oneworld und um Cash zu erhalten Teile Ihrer London-Heathrow Slots für 60 Millionen CHF verkauft. Viel zu günstig und mit dem Resultat, dass die Swiss weniger nach London-Heathrow fliegen kann und ab Genf/Basel nur nach London-City fliegen kann. |
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