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 | Volkswirtschaftlicher Schaden der Olympischen Spiele |  |
Verfasst am: Mo 23. Jun. 2008; 03:21 |
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| Pantitlan |
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Hier in China glauben die meisten Chinesen, dass Olympia gratis zu haben sei, man viel Geld verdienen könne und zudem das Ansehen Chinas in der Welt steigen würde. Dieser naive Glaube kann meiner Meinung nach fälscher kaum sein. Nichts hat dem Ansehen mehr geschadet als die grosse mediale Aufmerksamkeit wegen der Spiele. Vermutlich hätten ohne Olympia weniger Leute für Tibet Partei ergriffen und halten die chinesische Führung und Volk für ein Land der Barbaren oder was auch immer.
Spannender finde ich aber die Frage nach dem "gratis zu haben" sein. Natürlich gewinnt man durch den Olypiatourismus, Fernsehübertragungsrechte usw. Aber die Kosten sind trotzdem hoch: Sicherheitskosten sind dabei wohl nur ein kleiner Teil und die Infrastrukturprojekte will ich nicht rechnen, da Peking ohnehin eine bessere Ubahn gebraucht hätte. Ich möchte hier nun eher Beiträge sammeln, an welchen anderen, teilweise unerwarteten Sektoren die Volkswirtschaft Nutzen oder Schaden genommen hat. Zum Beispiel im Tourismus, da viel weniger Leute nach China reisen.
Unter anderem leiden laut diesem Artikel auch die Fluggesellschaften. Dies aus zwei Gründen: die höhren Kerosinpreise (neu) und die seit anfangs Jahr sinkende Nachfrage nach Flugreisen nach und in China - was wohl sicherlich zu einem gewissen Teil direkt mit Olympia zusammenhängt. |
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Verfasst am: Di 24. Jun. 2008; 07:35 |
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| Aremonus |
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naja, ich glaube kaum, dass die Olympiade rentieren wird, zumindest nicht kurzfristig. Langfristig eventuell schon, da dies noch mehr Touristen ins Land locken könnte, wenn die alle das Spektakel im Fernsehn sehen...
Die EM hat hier ja auch viel mehr gekostet, als sie eingebracht hat, zum einen wegen dem schlechten Wetter, zum Anderen auf Grund der schlechten Konzeption.
Wirklich dumm ist die derzeitige Einreisebestimmung - ein Land sollte sich während einer Olympiade öffnen, um möglichst viele Ausländer anzulocken, die dann Geld auseben. Aber vermutlich dient das Ganze mehr dem nationbuilding als der Wirtschaft - die chinesische Regierung ist da noch ein wenig zurück geblieben und möchte Ruhm und Ehre erhalten und möglichst die Menschen des eigenen Landes zusammenschweisse und hinter die Regierung stellen. Letzteres ist ihnen ja auch gelungen... |
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Verfasst am: Di 01. Jul. 2008; 02:36 |
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| Pantitlan |
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Verfasst am: Di 01. Jul. 2008; 07:58 |
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| Alex |
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Bei einem Ereignis wie den Olympischen Spielen geht es doch auch gar nicht um eine Kosten-Nutzen-Kalkulation. Olympische Spiele, die insgesamt buchhalterischen Gewinn eingefahren haben, hat es doch noch nie gegeben.
Es geht doch viel eher um eine Möglichkeit, das eigene Land in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit zu stellen. Man mehrt das Ansehen des eigenen Landes, indem man präsentiert, wie man mit den finanziellen und organisatorischen Schwierigkeiten dieser Mega-Veranstaltung zurechtkommt.
Die volkwirtschaftlichen Schäden, von denen die Süddeutsche berichtet, sind allerdings Folge des Umstandes, dass China eben doch noch nicht so recht mit den Komplexitäten dieses Ereignisses zurechtkommt.
Trotz allem dürfte die Austragung der Veranstaltung einen positiven Effekt haben. Peking wurde so z.B. gezwungen, sich seiner Umweltprobleme bewusst zu werden. Die Bewerbung um die Spiele war in dem Sinne eine Form der freiwilligen Selbstverpflichtung. Die Chinesen wissen genau, dass sie selbst unter der Umweltverscmutzung leiden. Nur kann man sich nicht organisieren, um diesem Problem zu begegnen. Erst der Druck von außen dient den Funktionären als willkommene Entschuldigung für harte Maßnahmen gegenüber der Wirtschaft.
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: Di 01. Jul. 2008; 09:07 |
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| Pantitlan |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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Bis anhin waren zumindest die Vorbereitungen für Olympia ein grosses Image-Debakel. Vor allem die Proteste der Tibeter haben die chinesische Selbstinzensierung massiv gestört, so dass vermutlich auch hier der Effekt ausbleiben dürfte. Und der volkswirtschaftliche Schaden, naja... der schlägt sich in diesem Falle gerade auch noch auf das Ansehen der Spiele nieder.
Wieviel Umdenken die Olympischen Spiele in China gebracht haben, ist fraglich. Viele Aktionen wie das Fahrverbot von Autos mit gerader/ungerader Nummer sind bringen ja überhaupt nichts, da nach den Spielen genau so weitergefahren wird wie zuvor. Auch bringt es nichts, Fabriken für zwei Monaten zu schliessen oder so einfach an einem anderen Ort weiter weg wieder aufzubauen. Das Plastiktütenverbot und der höhere Benzinpreis sind da vermutlich die einigen wirklich sinnvollen Massnahmen. Zum Thema hat der Stern auch eine kleine Bilanz gezogen:
http://www.stern.de/politik/ausland/:Umweltschutz-Chinas-Umwelt-Bluff/625295.html
Allerdings gibt es schon auch gute Ansätze. Zum Beispiel die erste CO2-neutrale Stadt bei Shanghai.
http://www.welt.de/politik/article2145033/China_plant_erste_Oeko-Stadt_ohne_CO2-Verbrauch.html |
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Verfasst am: Fr 04. Jul. 2008; 09:11 |
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| Aremonus |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
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| Ich finde schon, dass sich hier in Chengdu zumindest einiges getan hat in Sachen Umweltschutz - die Taxis fahren mit Gas, grosse Supermarktketten packen die Einkaeufe nicht mehr in Einwegbeutel, sondern in Mehrwegtaschen (die man bezahlt und sie so wieder mitnimmt) und es wird auch viel Werbung gemacht (zb. dass man das Haus isoliert oder so). Zudem wird hier seit neustem auf alle Haushaltsgeraete die Effizienz angegeben, wie in Europa. Ich denke schon, dass sich hier einiges tut. |
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Verfasst am: Di 08. Jul. 2008; 15:24 |
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| robbe |
| Touristenfallenentschärfer |
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| Anmeldungsdatum: 08.07.2008 |
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Also erstmal denke ich auch nicht, dass die Olympischen Spiele kurzfristig der Wirtschaft helfen. Allerdings wirbt China durch die Olympischen Spiele für das eigene Land und kann sich für viele Menschen präsentieren, die China nur von Verbrauchsgütern kennen, was in Zukunft eventuell mehr Touristen ins Land locken wird (besonders für ein Land wie China, das noch nicht so stark vom Auslandstourismus entdeckt wurde).
Zweitens zur Infrastruktur: Es wurde sicherlich viel Geld für infrstrukturelle Maßnahmen wegen der Olympischen Spiele investiert. Allerdings ist das nicht umbedingt als negativ zu bewerten, denn die Infrastruktur wird auch noch nach den Olympischen Spielen benutzt (zwar nicht unbedingt alles so stark als das es die Kosten ausgleicht).
Nochmal wegen Tibet und Tourismus: Wann war denn eigentlich mal der letzte Beitrag in den Nachrichten über dieses Thema? Das vergessen die Leute schnell wieder, spätestens dann, wenn ihnen ein tolles Urlaubsangebot angeboten wird. Dann erinnert sich keiner mehr bzw. es interessiert nur noch die wenigsten was in Tibet passiert ist bzw. immer noch passiert. Zwar sind solche Geschehnisse wie in Tibet nicht förderlich, aber der Schaden hält sich in Grenzen (Meine Meinung).
Hinzu kommt für China der ideologische Aspekt (besonders für die eigene Bevölkerung). Damit zeigen sie besonders den Chinesen, was für eine tolle Regierung in Peking herrscht und was sie alles hinbekommen etc.
Wegen Umweltbelastungen: China benötigt ein Wachstum von mind. 6% jährlich um jährlich 20 Mio. neue Arbeitssuchende eine Arbeitsstelle zu sichern (die Arbeitslosigkeit ist zudem auch sehr hoch, vor allem auf dem Land). Eine Umstellung auf Effizienz und Umweltfreundlichkeit ist sehr teuer, besonders wenn man versucht es flächendeckend umzusetzen. Ich denke, dass kann sich China nicht leisten und geht deswegen eher langsamere Schritte, wie das Aremonus beschreibt. |
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Verfasst am: Mo 28. Jul. 2008; 22:39 |
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| Kandaharlady |
| Holidayresort-Guru |
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| Anmeldungsdatum: 16.09.2004 |
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| Aremonus hat folgendes geschrieben: |
Wirklich dumm ist die derzeitige Einreisebestimmung - ein Land sollte sich während einer Olympiade öffnen, um möglichst viele Ausländer anzulocken, die dann Geld auseben. ... |
Und was hat dann die Wirkung für Chinawas, wenn ein Attentat gibt? |
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Verfasst am: Di 29. Jul. 2008; 01:34 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschäftsmann in China ein Attentat verübt, ist sehr gering. Praktisch alle der Geschäftsleute, die nun nicht mehr nach China können, sind in der Botschaft bekannt. Sie reisen mehrmals pro Jahr nach China. Hier schiesst China schon klar übers Ziel hinaus. Auch ist zum Beispiel nicht ersichtlich, wieso Kugelschreiber nicht mehr nach Peking importiert werden dürfen.
Ein Attentat wäre sicherlich auch ein Schaden. Aber unter dem Strich glaube ich, dass ein paar Bomben, wie es sie nun in Yunnan gegeben haben, China weniger schaden zufügen würden, als der schlechte Ruf als Wirtschaftsstandort, den China sich so einhandelt. |
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Verfasst am: Mi 30. Jul. 2008; 14:16 |
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| Aremonus |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
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Ehrlichb gesagt, die neuen Visa bestimmung verhindern ein Attentat in keinster Weise. Sie machen es nicht mal ein bisschen schwieriger....
Wieso sollte es helfen, eine 30 Tage restriktion fuer Visa einzufuehren, wenn man etwas gegen Terroristen unternehmen will? Und warum die Ausgabe von multiple entry Visa stoppen? Waere ich ein Bombenleger, koennte ich das auch so.
Des weiteren gibt es neu die Regel mit der Hotelreservation. Ein Terrorist kann sich das auch besorgen, genauso gut wie jeder andere auch...
Wobei diese Regel kann ich noch Nachvollziehen, da die Regierung sich unter Umstaenden sorgen machte, dass die Hotels waehrend der Olympiade ausgebucht seien und die Auslaender, die so kurzfristig schnell einreisen, nirgends mehr schlafen koennen (was jedoch totaler Bloedsinn ist, wenn man die Fakten ansieht...) |
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Verfasst am: Mi 30. Jul. 2008; 16:02 |
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| Rastlos |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 29.07.2008 |
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| Pantitlan hat folgendes geschrieben: | | Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschäftsmann in China ein Attentat verübt, ist sehr gering. Praktisch alle der Geschäftsleute, die nun nicht mehr nach China können, sind in der Botschaft bekannt. Sie reisen mehrmals pro Jahr nach China. Hier schiesst China schon klar übers Ziel hinaus. |
Kann ich leider nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich bin selber geschäftlich 2mal pro Jahr in China und das schon seit einigen Jahren. Die Neuregelung der Visa und der strengeren Bestimmungen haben auch mir arge Probleme bereitet. Am Ende gelang die Einreise dann über ein stinknormales Touristenvisum, welches vorher immer schwerer zu bekommen war als ein Geschäftsvisum. Wo liegt denn da der Sinn??
Ein paar Geschäftspartnern von mir wurden Mitte Mai von heute auf morgen ohne jede Vorwarnung die Steinbrüche in der Nähe von Peking per Beschluss der Regierung geschlossen! Extrem hoher wirtschaftlicher Schaden für diese Firmen, denn sie konnten Ihre bereits erteilten Aufträge nicht mehr erfüllen und auch keine neuen annehmen.
Und, hat es irgendetwas bzgl. Senkung der Luftverschmutzung in Peking gebracht? Nein!! Natürlich nicht, denn was man über Jahre hinweg verschmutz hat, kann man nicht so einfach in ein paar Monaten auf Normallevel bringen.
Die Regierung versucht in meinen Augen in absoluten Kurschlusshandlungen irgendwie das Image aufzumöbeln und vergisst dabei komplett Ihre Kultur (wie auch beim Thema mit dem Hundefleisch). |
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_________________ Wer rastet der rostet und es gibt einfach zu viel Schönes auf unserer Erde zu entdecken!
www.weltbummeln.de |
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Verfasst am: Mi 30. Jul. 2008; 17:34 |
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| Kandaharlady |
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| Anmeldungsdatum: 16.09.2004 |
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Visum hier, Visum da.. mag sein, dass jetzt für euch schwieriger ist, einen Visa für China zu bekommen, aber für uns Chinesen ist es viel schwieriger, einen Visa zu bekommen.
Bist jetzt könnt ihr in wenigen Tage einen chinesischen Visa beantragen, aber wir müssen Monate warten. Ausserdem ist es auch viel komplizierter..  |
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