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Verfasst am: Mi 14. Mai. 2008; 01:52 |
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| Pantitlan |
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Eine weitere "gute" Nachricht, die ich hier einmal reinkopieren möchte, nachdem wir immer wieder über die Zensur in China gesprochen haben.
| Zitat: | | Die staatlichen Medien berichten ausführlich über die Katastrophe. Selbst ausländische Journalisten, die seit den Unruhen der Tibeter unter Beschränkungen zu leiden hatten, dürfen unbehelligt ins Erdbebengebiet. Sicherheitskräfte lassen sie an Straßensperren mit ihrem Journalistenausweis passieren, beantworten bereitwillig Fragen. "Ein völlig neues Arbeitsgefühl", schildert ein Korrespondent. Das Staatsfernsehen berichtet live aus dem Erdbebengebiet. Die Einschaltquoten sind enorm. Eine Werbeagentur verrät, dass die Kosten für 30 Sekunden Werbung in dem Sonderprogramm auf 1,19 Millionen Yuan (110 000 Euro) in die Höhe geschnellt seien. Ob der Staatssender die Einnahmen den Opfern spende? "Sie haben sich geweigert, mir eine Antwort zu geben", sagt der Werbemann. |
In der gleichen Meldung gibt es noch etwas anderes Seltsames:
| Zitat: | | In der später betroffenen Präfektur Aba machten schon Tage zuvor erste Gerüchte die Runde, dass ein schweres Erdbeben bevorstehen könnte. Woher die Warnungen kamen, war unklar. Dorffunktionäre rieten den Menschen, vorsichtshalber im Freien zu schlafen. Die Behörden gingen sofort energisch gegen die Gerüchte vor. Als Ursache wollen die Beamten ermittelt haben, dass sich Dorfbewohner irgendwie verhört haben sollen. Das geht aus einer Mitteilung der Provinzregierung hervor, die merkwürdigerweise am Montag kurz nach dem Erdbeben von der Webseite gelöscht wurde. |
Auch gab es eine grosse Krötenwanderung. Wie muss man diese Geschichten einordnen? Purer Aberglaube? Oder ist da doch etwas dran?
Quelle:
http://www.morgenweb.de/nachrichten/dritte_seite/20080514_srv0000002576847.html |
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Verfasst am: Mi 14. Mai. 2008; 05:52 |
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| Aremonus |
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Also die erste Meldung wurde ähnlich auch von n-tv gesagt - sie seien äussersts positiv überrascht von der chinesischen Regierung.
Letzter Meldung halte ich jedoch für teilweise ziemlich unwahrscheinlich - wie kann man im Vorraus so genau wissen, dass ein Beben kommt? Die Technologie dazu ist noch nicht einmal richtig im experimentalstadium. Das mit der Krötenwanderung kann ich mir jedoch schon vorstellen - entweder Zufall (es ist ja Frühling) oder aber die haben es wirklich gemerkt - mein Kater war auch immer so 20 Stunden vor einem grösseren Beben äusserst unruhig und ging nach draussen.
Dass die Regierung das Beben vertuscht haben soll, halte ich für eher unwahrscheinlich - genauso wie das Gerücht, dass sie eine neue 5 Stufige Wasserstoffbombe unterirrdisch getestet haben saollen. |
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Verfasst am: Mi 14. Mai. 2008; 09:58 |
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| sandsturm |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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| Aremonus hat folgendes geschrieben: |
Dass die Regierung das Beben vertuscht haben soll, halte ich für eher unwahrscheinlich - genauso wie das Gerücht, dass sie eine neue 5 Stufige Wasserstoffbombe unterirrdisch getestet haben saollen. |
Was meinst du mit vertuscht? 20000 Tote kann man nicht einfach "wegvertuschen". Oder meinst du, dass es keine Warnungen gegeben hat, obwohl man es hätte wissen können? Ich finde den Vorwurf ungerecht: Die Leute müssen ja trotzdem arbeiten, man kann ja die Leute nicht wochenlang im Regen warten lassen, bis mal was passiert - oder auch nicht.
Das mit der Bombe ist ja eine interessante Theorie. Wo hast du die denn her? Ich halte sie allerdings auch zwei Gründen für haltlos. Das chinesische Militär mag - wie die Armee in anderen Staaten - noch so wenig von der Zivilbevölkerung halten. Es hätte trotzdem weniger besiedelte Gebiete gegeben. Tests werden ja vor allem in Xinjiang gemacht. Zweitens würde eine Verschwörung in diesem Ausmasse sicher auskommen - nungut, dieses Gerücht könnte man natürlich schon als ein "auskommen" werten. Nur etwas finde ich dabei seltsam: Es gab ja praktisch glechzeitig drei verschiedene Beben in China. Könnte da nicht doch so ein Test an einem anderen Ort diese drei Beben an anderen Orten ausgelöst haben? |
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_________________ Bitte keine PN. Ich beantworte gerne jede Frage. Aber nur solche, die im Forum gepostet sind, sonsts bringt das ja nicht allesn etwas. |
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Verfasst am: Mi 14. Mai. 2008; 13:01 |
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| Aremonus |
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Ich halte das schon alleine für unwahrscheinlich, weil es praktisch unmöglich ist, eine derartige Bombe zu bauen. Des weiteren hätte man sie auf 10 Km tiefe, wo es extrem heiss ist, bringen müssen, ohne dass sie detoniert. Dann hätte man das Loch perfekt verschliessen müssen, so dass kein Radioaktiver fallout gemessen werden kann...
abgesehn davon kann man eine Atombombenexplosion von einem Erdbeben auf nem Seismographen unterscheiden^^
Also müssten die Chinesen das Géant II Netzwerk unterwandert haben, um zu verhindern, dass unsere Geophysiker das Publik machen. Wahrscheinlich wurde die Familien sämtlicher Geophysiker entführt und keiner traut sich was sagen...
Für mich ist diese Theorie auch etwas für Verschwörungsanhänger. Wer in der Lage ist, eine solche Bombe zu entwickeln, kann sie bestimmt wie alle andern auch im Computer simulieren und muss nicht die eigene Bevölkerung vernichten und unglaubliche Risiken eingehen^^
Mit vertuscht ist natürlich schon die Vorhersage gemeint - aber eben, das ist ziemlich haltlos, weil die Erde von jedem anderen Land auch vermessen wird. Aber vielleicht sind die grossen Unternehmen daran schuld, welche umbedingt verhindern wollen, dass ihre Interessen verletzt werden, wer weiss.... |
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Verfasst am: Mi 14. Mai. 2008; 17:25 |
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| Aremonus |
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| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
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Ich habe gerade nen Bericht in der NZZ gelesen. Ein ETH Seismologe sagt dort auch, dass es unmöglich sei, ein Beben in dieser Region vorher zu sehen.
Da glaub' ich mal leiber dem als den Verschwörungstheorien -. auch wenn diese definitiv mehr Unterhaltungswert haben. |
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Verfasst am: Mi 21. Mai. 2008; 03:56 |
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| Pantitlan |
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Nun schlägt die chinesische Propaganda wieder voll zu!
http://german.china.org.cn/china/2008-05/20/content_15361269.htm
Die Frage wäre hier: Wieso wurden die Tibeter als letzte gerettet? Wieso wurde erst nach einer Woche überhaupt erwähnt, dass es tibetische Opfer gibt - zumal das Epizentrum ja auch in tibetischem Gebiet lag
http://german.china.org.cn/china/2008-05/20/content_15368640.htm
Hier haben wir die herzerweichende Geschichte einer Polizistin, welche zehn Verwandte verloren hat und trotzdem bis zum Umfallen (und danach sofort wieder) arbeitet. Das klingt so ein bisschen nach Mitarbeiter des Monats...
http://german.china.org.cn/china/2008-05/20/content_15359177.htm
Hier haben wir die "schönste Polizistin" Chinas, die "bedingungslos" ein paar Waisen stillte.
http://german.china.org.cn/china/2008-05/20/content_15356419.htm
Diese Kinder hier fühlen sich in der Hand der Behörden sicher und wohl. Man neigt zu denken, dass das Beben für sie gewissermassen schon fast ein Glücksfall war.
Bitte nicht falsch verstehen! Ich finde das ja alles grossartig. Mir geht es mehr darum, wie nun die chinesischen Medien diese Katastrophe instrumentalisieren und lokales Heldentum hochstilisieren, um davon abzulenken, dass die Häuser und Schulen eingestürzt sind, weil elementare Grundregeln des erdbebensicheren Bauens missachtet wurden, um Geld zu sparen. So fehlt zum Beispiel auch hier in Peking bei vielen Häusern die Armierung im Beton. Das kann man recht leicht sehen, wenn die Häuser (übrigens sehr schnell) abgerissen werden. Das lenkt auch davon ab, dass scheinbar auch nach über einer Woche noch nicht alle Gemeinden erreicht wurden. |
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Verfasst am: Fr 23. Mai. 2008; 07:14 |
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| Pantitlan |
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Wen Jiabao besuchte gestern Beichuan und sagte dabei laut chinesischen Medienberichten den lokalen Regierungsleitern: „Wir werden ein neues Beichuan bauen. Das alte Städtchen kann als Erdbebenrelikt beibehalten und zu einem Erdbebenmuseum werden. Beichaun ist der einzige Autonome Kreis der Qiang-Nationalität in China. Die Kulturerbe der Qiang-Nationalität soll gut geschützt werden, auch wenn der Kreis an einen neuen Ort umziehen wird.“
Ich frage mich, wie er sich dieses Erdbebenmuseum vorstellt... |
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Verfasst am: Sa 24. Mai. 2008; 20:48 |
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| Aremonus |
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ich halte das auch für ein wilkommenes Fressen für die Regierung, bin aber trotzdem von der Reaktion positiv überrascht. Nichtsdesto trotz wird man wohl nicht viel von den Schulen hören - erst wenn die Verantwortlichen ausfindig gemacht und dem Scharfrichter übergeben wurden.
Es ist ja kein Geheimnis, dass diese Schulen wegen korrupten Beamten schlecht gebaut wurden - und auf Korruption steht die Todesstrafe in China... |
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Verfasst am: Fr 27. Jun. 2008; 02:25 |
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| Pantitlan |
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Verfasst am: Fr 27. Jun. 2008; 05:45 |
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| Aremonus |
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| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
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lol, gute Idee, die könnt' ich mir übernächste Woche oder so mal ansehen gehn... vielleicht gibt's auch ein T-Shirt als Souvenir; so mit einer Aufschrift wie "Good Vibrations" oder "Shake it, Baby"  |
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