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 | China rüstet auf: James Bond Anlage entdeckt |  |
Verfasst am: So 04. Mai. 2008; 01:40 |
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| Pantitlan |
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Es klingt wirklich ein bisschen wie in einem James-Bond-Film: An der Südspitze von Hainan, nicht weit von Sanya, baut China eine riesige unterirdische Anlage für seine Atomuboote. Durch Tunnels unter Meer sollen die Uboote ins Innere der Insel fahren können. Die Anlage soll bis zu 2o Uboote fassen können.
Das ist sehr beunruhigend für andere Länder, allem voran Japan. Denn viele wichtige Transportstrassen gehen durch diese Gebiete. Unter anderem auch die Öltransporte nach Japan.
http://www.zeit.de/news/artikel/2008/05/02/2523859.xml
Hier noch die Satellitenbilder dazu, die Spiegel veröffentlicht hat:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,grossbild-1167702-551194,00.html
Ich habe mich gefragt, wie man so etwas technisch am besten baut. Wenn ich die Bilder richtig interpretiere, dann wurde ein Teil des Meeres trockengelegt, um die Tunnels zu bauen. Später sollen die wohl vorständig unter Wasser sein.
Allerdings frage ich mich, was genau die Vorteile einer solchen Anlage sind. Wenn man das wirklich geheim behalten kann, dann ist das ja gut und recht. Aber nun wissen sogar wir, wo diese Anlage ist.Nun braucht es nur ein paar gezielte Bomben auf die Funneleingänge und alle Uboote sind eingesperrt. Ist das nicht ein bisschen unsinnig? |
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Verfasst am: So 04. Mai. 2008; 06:00 |
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| Fabyian |
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Nunja, dass so eine Anlage gebaut wird, ist ja ansich noch keine Bedrohung fuer andere Laender. Wenn China Transportwege nach Japan unterbrechen will, dann koennen sie dass auch ohne diesen Stuetzpunkt tun. Ist wie mit dem Raketenabwehrschild in Osteuropa. Offiziell soll das auch keine Bedrohung fuer Russland sein - aber dass die Russen das anders interpretieren koennen, ist verstaendlich.
Verteidigung fuer die einen ist Angriff fuer die anderen!
Israel findet es bedrohlich, wenn Iran angeblich Atomwaffen baut. Der Iran dagegen meint, Israel hat Atomwaffen und sie moechten einfach auf dem gleichen Stand sein, um sich verteidigen zu koennen. Wer hat Recht? Wer hat ein Recht Atomwaffen zu bauen und wer nicht? Wer trifft diese Entscheidung?
So ist unsere Welt - Habgier und Neid regieren. Unsere Besitztuemer besitzen uns und zwingen uns zu irrationalem Handeln. Was bedeutet Freiheit, wenn man in staendiger Angst leben muss, sich bedroht fuehlt von den "anderen" und nicht bereit ist, seine eigenen Werte zu ueberdenken.
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Ich frage mich bei solchen Nachrichten immer, was wirklich dahinter steckt!? Gegen China wird zur Zeit gerne mobilisiert, begruendet oder unbegruendet. Vor noch nicht allzulanger Zeit wurde den geneigten Medienkonsumenten auch noch aufgetischt, dass die Taliban unterirdische HighTech-Anlagen betreibt oder der Irak Giftgas produziert. Die Menschen stimmten zu, dass ein militaerischer Eingriff der "Guten" unumgaenglich sei - alles zum Selbstschutz natuerlich! Wir wissen, dass jede Begruendung fuer Krieg eine Luege ist. Wir wissen, es stinkt zum Himmel und die saubere westliche Demokratie ist vermutlich kein Stueck besser und ehrlicher, als irgendein anderes System. Aber was nuetzt es, dass wir das wissen? Koennen wir in unserer Demokratie irgendwas beeinflussen? Ist Wahlrecht nicht eine blosse Illusion von Freiheit und Mitbestimmungsrecht. Wer trifft die wahren Entscheidungen? Das Volk? Die Regierung? Oder die Wirtschaft? Menschen vergessen schnell. Und Menschen sind leicht zu beeinflussen und zu manipulieren. Das sehen wir grade bei der Stimmungsmache in China gegen den Westen; umgekehrt passiert genau das gleiche im Westen. Wie es grade passt. Was irgendwo in der Ferne passiert, hilft bestens, um ueber die eigenen Probleme hinwegzutaeuschen. Die allermeisten Menschen im Westen wissen so gut wie nichts ueber China, Tibet oder sonstetwas, was nicht den ganzen Tag in der Glotze laeuft. Und das was dort laeuft, halte ich fuer mit die gefaehrlichste Waffe und Meinungsmache ueberhaupt. Ich glaube nicht, dass Westler weniger manipulierbar sind, als Chinesen! Die Methoden unterscheiden sich einfach nur.
Es bleibt spannend...
findet Fabyian |
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_________________ "Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um etwas Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit !" |
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Verfasst am: So 04. Mai. 2008; 10:27 |
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| Cathrin |
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| Fabyian hat folgendes geschrieben: | | Die allermeisten Menschen im Westen wissen so gut wie nichts ueber China, Tibet oder sonstetwas, was nicht den ganzen Tag in der Glotze laeuft. Und das was dort laeuft, halte ich fuer mit die gefaehrlichste Waffe und Meinungsmache ueberhaupt. |
Volle Zustimmung. Was in den letzten Wochen in einigen westlichen Medien gegen China veranstaltet wurde, grenzt schon an Demagogie. Der Spiegel hat sich dabei besonders hervorgetan.
Wenn ich den Spiegel-Artikel ueber die Anlage lese, kann ich mir nur an den Kopf fassen. Solche militaerischen Anlagen sind natuerlich in allen anderen Laendern hoechst oeffentlich und nur die boesen Chinesen machen um ihre ein Geheimnis. Das ist doch Schwachsinn pur.
Leider ist das ehemals gute Nachrichtenmagazin in den letzten Jahren immer mehr zu einem Krawallblatt verkommen, dem ich kein einziges Wort mehr glaube.
Viele Gruesse
Cathrin |
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Verfasst am: So 04. Mai. 2008; 19:10 |
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| Aremonus |
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Hier wären wir wieder bei Sinn und Unsinn des Militärs als solches.
Der Vorteil dieser Anlage wäre wohl, dass man extrem schnell Ausrücken kann. So wären die Flugzeugträger, für die der Stützpunkt ja hauptsächlich gebaut wurde, auch vor nautischen Angriffen bestens geschützt.
Eine Bedrohung ist das Bestiimt nicht - höchstens eine Erschwerung von Angriffen.
Beim Militär ist ja Grundsätzlich alles Geheim - auch die Flugplätze neben den Schweizer Autobahnen^^
Aber ob China die Publicity ungelegen kommt, würde ich auch bezweifeln - die haben somit nämlich was, das die Westlernicht haben und das mögen sie auch schon mal zeigen.
Ob die Baukosten überhaupt sinnvoll Investiert sind, ist die andere Frage - meiner Meinung nach hätte es eine Vergrösserung der "normalen" Hafen auch getan... Aber Militär ist für mich ja ohnehin ein Geldverschwendung, daher werte ich mal nicht.
Einziger Zusatzvorteil: man kann nicht über Satelit beobachten, wenn ein U-Boot ausrückt...
Zu den einseitigen Berichten über China haben wir andere Threats, bitte dort weiter machen. Der Spiegel hat ja auch nicht gerade den Ruf, ein qualitätsblatt zu sein^^ |
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_________________ QQ: 545426093 |
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Verfasst am: Mo 05. Mai. 2008; 01:58 |
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| sandsturm |
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| Zitat: | | Wenn ich den Spiegel-Artikel ueber die Anlage lese, kann ich mir nur an den Kopf fassen. Solche militaerischen Anlagen sind natuerlich in allen anderen Laendern hoechst oeffentlich und nur die boesen Chinesen machen um ihre ein Geheimnis. Das ist doch Schwachsinn pur. |
Halt mal: Mit unserer Pauschalmedienschelte müssen wir ein bisschen aufpassen. Einerseits spielt man damit der chinesischen Propaganda direkt in die Hand (und selbst das schrecklichste Provinzblatt hat journalistisch noch eine höhere Qualtät als jede chinesische Zeitung), anderseits tut man Spiegel und Co unrecht.
Das Problem an der Militäranlage ist ja nicht, dass sie geheim ist. Wer erwarten würde, dass solche Anlagen vom Strand in Sanya in einem Tagesausflug besucht werden könnten, ist schlicht dumm. Wer dem Spiegel unterstellt, dass dieser das glaubt, ist auch nicht viel klüger. Wenn Iran, Nordkorea oder die USA geheime Stützpunkte einrichten, dann ist das auch eine Bedrohung und der Spiegel muss auch darüber schreiben. Wir müssen nun aufpassen, dass wir nicht auf die chinesischen Propaganda reinfallen. Wieso sollte Spiegel ausgerechnet bei den ach so oft zu unrecht in der Kritik stehenden Chinesen seine Infomationspflicht vernachlässigen? Sorry, aber wenn ein Land viel Scheisse baut, dann hilft es auch nicht, Millionen von Chinesen zu mobilisieren, um gegen die berechtigte Kritik zu demonstrieren!
Die Anlage hat meiner Meinung nach zwei Probleme:
Erstens ihre Lage. Sie ist in unmittelbarer Nähe der wichtigen Handelsstrassen. Das ist bereits ein relativ aggressiver Akt, den Fabian weiter oben sehr treffend mit dem Raketenschutzschild der USA in Osteuropa verglichen hat. Ich möchte hier noch einmal daran erinnern, dass es in den 60er Jahren fast zum Dritten Weltkrieg gekommen ist, als Chrustschow auf Kuba Atomraketen stationieren liess.
Zweitens die Grösse. Man kann es nicht anders sagen, aber China strebt derzeit die militärische Vormachtsstellung in der Welt an. All das Geschwätz von Chinas Kultur und Frieden, naja, das ist eben ein Geschwätz. Schauen wir nur einmal das Budget fürs Militär an. Das wurde dieses Jahr wieder verdoppelt, auch wenn es im Haushaltsplan buchhalterisch kleiner aussieht. China will sich nicht mehr in die "Inneren Angelegenheiten" reinreden lassen. China hat auch verschiedene militärische Aufgaben vor sich: Zum Beispiel die Rückeroberung von Taiwan, die meiner Meinung nach kurz bevorsteht. Vermutlich hat sie Annäherung von Ma den Taiwanesen noch einmal das Leben gerettet. Kommt es aber wieder zu einer Enfernung, wird China Taiwan angreifen. Ist es stark genug, wird sich keiner auf die Seite von Taiwan stellen. Als nächstes kommen ein paar umstrittene Inseln. Dass hier etwas vorbereitet wird, darauf deutet auch hin, dass seit ein paar Tagen damit begonnen wurde, sämtliche Webseiten zu zensieren, welche "falsche" Landkarten haben.
| Zitat: | | Eine Bedrohung ist das Bestiimt nicht - höchstens eine Erschwerung von Angriffen. |
Atom-uboote und Flugzeugträger sind ganz klar Angriffseinheiten. Zur Verteidigung dienen sie nur seeehr bedingt.
| Zitat: | | Ich glaube nicht, dass Westler weniger manipulierbar sind, als Chinesen! Die Methoden unterscheiden sich einfach nur. |
Grundsätzliche Zustimmung. Nur: Im Westen kann man mit etwas Geschick und Wissen (und natürlich auch etwas Geld) eine eigene Medienkampagne starten. Chinesen können das, Tibeter können das. Die einen sind klüger, die anderen etwas dümmer. Aber immerhin haben beide die Möglichkeit und für den Bürger entsteht so die Möglichkeit von verschiedenen Seiten zu efahren. Und unter diesen Bedingungen ist es sehr viel schwerer, Menschen zu manipulieren. Das liegt nicht an den Menschen, sondern am System. Was nicht sagen will, dass die westlichen Medien nicht auch ihre Probleme haben. Aber ich muss sagen: Auch wenn der Spiegel hin und wieder einmal etwas über die Schüre schlägt und die Bildzeitung populitischen Blödsinn schreibt - ich bin unendlich dankbar, dass ich immerhin die Möglichkeit habe, seriöse Zeitungen zu lesen. |
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_________________ Bitte keine PN. Ich beantworte gerne jede Frage. Aber nur solche, die im Forum gepostet sind, sonsts bringt das ja nicht allesn etwas. |
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Verfasst am: Mo 05. Mai. 2008; 03:53 |
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| Pantitlan |
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Hier noch einmal ein Artikel im Spiegel zum Thema:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,551271,00.html
Die letzten Absätze untermauern Sandsturms Ansicht, dass es dabei stark um Taiwan geht:
| Zitat: | | Besonders wichtig aber ist den Pekingern die Zukunft Taiwans: Sollte sich die Insel für unabhängig erklären, drohen sie mit einem Angriff. Dabei will die chinesische Regierung - auch mit Hilfe einer starken Marine - um jeden Preis verhindern, dass die USA und Japan den Taiwanern zu Hilfe eilen. (...) Der "beeindruckende Fortschritt" in der konventionellen Ausrüstung hat inzwischen nicht nur die "Machtbalance an der Taiwan-Straße zu Gunsten Chinas verändert", sagt der taiwanische Rüstungsexperte Andrew Yang. "Er hat China auch in die Lage versetzt, seine Macht in den Westpazifik auszudehnen." |
Dass das ganze nicht nur lustig ist, zeigt sich auch in einem Interview mit dem japanischen Aussenminister Masahiko Koumura. Er befürchtet, dass die Region angesichts der wachsenden militärischen Macht Chinas instabil werden könnte.
http://www.rp-online.de/public/article/politik/ausland/563568/Japan-fuerchtet-seine-Nachbarn.html |
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Verfasst am: Mo 05. Mai. 2008; 16:59 |
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| Cathrin |
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| sandsturm hat folgendes geschrieben: | | Sorry, aber wenn ein Land viel Scheisse baut, dann hilft es auch nicht, Millionen von Chinesen zu mobilisieren, um gegen die berechtigte Kritik zu demonstrieren! |
Die "Millionen von Chinesen" wehren sich nicht gegen berechtigte Kritik, sondern gegen einseitige, fehlerhafte und bewusst manipulierte Berichte in den westlichen Medien. Auch in sogenannten serioesen Zeitungen. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Erst am letzten Mittwoch hat der Spiegel unter der Ueberschrift "China gibt toedliche Schuesse auf Tibeter zu"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,550658,00.html
eine Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur XINHUA quasi ins Gegenteil verkehrt.
http://news.xinhuanet.com/newscenter/2008-04/30/content_8076685.htm
Unzaehlige Beispiele dieser Medienmanipulationen gibt es hier:
http://www.anti-cnn.com/
| sandsturm hat folgendes geschrieben: | | Wieso sollte Spiegel ausgerechnet bei den ach so oft zu unrecht in der Kritik stehenden Chinesen seine Infomationspflicht vernachlässigen? |
Spiegel und Informationen? Da kann ich doch nur lachen. Der Spiegel fuehrt doch schon seit langer Zeit eine unsaegliche Hetzkampagne gegen China. Ich erinnere nur an die Story ueber die "Gelben Spione", in der ein ganzes Volk pauschal unter Generalverdacht gestellt wurde.
| sandsturm hat folgendes geschrieben: | | Man kann es nicht anders sagen, aber China strebt derzeit die militärische Vormachtsstellung in der Welt an....Kommt es aber wieder zu einer Enfernung, wird China Taiwan angreifen. |
Glaubst du das wirklich? Woher hast du diese Informationen? Auch wenn du es mit Sicherheit nicht zugeben wirst, aber bei dir hat die Manipulation in den "serioesen" westlichen Medien schon gewirkt.
Viele Gruesse
Cathrin |
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Verfasst am: Mo 05. Mai. 2008; 17:20 |
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| Cathrin |
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Zum Nachdenken hier noch ein Artikel von Welt-online, der sich wohltuend vom sonstigen deutschen Einheitsbrei abhebt.
Warum die Chinesen fast platzen vor Stolz
http://www.welt.de/politik/article1948868/Warum_die_Chinesen_fast_platzen_vor_Stolz.html
Ich gebe ehrlich zu, von einer Zeitung aus dem Hause Springer haette ich so etwas nie und nimmer erwartet. Aber man lernt eben nie aus.
Vor allen Dingen sollten wir uns vor Augen halten, dass die Solidarisierung fast aller Chinesen mit ihrer Regierung ihre Ursache in der unsaeglichen Berichterstattung im Westen zu den Ereignissen in Tibet hat.
Viele Gruesse
Cathrin |
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Verfasst am: Mo 05. Mai. 2008; 18:11 |
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| Aremonus |
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| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
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sorry Cath, aber anti-cnn.com ist keine gute Referenz, auch wenn das viele Chinesen glauben. Ich hab's auchmal geglaubt und den Webserver getracerouted - er steht direkt in einem Regierungsgebäude hinter der Verbotenen Stadt. Kann also Gerade die Website der chinesischen Regierung lesen^^
Die einseitige Berichterstattung ist definitiv nicht fair, was ich auch oft kritisierte - aber die Chinesen wehren sich nicht gegen die einseitige Berichterstattung, sondern gegen die "Absichten des Westens, China zu spalten und die Reigerungs-Volks-Einheit zu entzweien"
Dazu wehren sie sich noch gegen die Demos in Paris und anderen Städten, da diese Leute ja China spalten und China die Olympischen Spiele nehmen wollen.
Mich stört es nicht, dass die Chinesen sich wehren - mich und die studierten chinesen in meinem engeren Freundeskreis stört es, dass das chinesische Volk der Regierung immer schön nachredet, was man ihnen vorgibt. Das hält die korrupten Regierungsmitglieder in position und verhindert eine Aufklärung in China.
Xinhua lügt dass sich die Balken biegen; wenn sie berichten, dann immer regierungs treu; vieles wird auch einfach unterschlagen. Die Chinesen sollten daher ihren Unmut erstmal auf sie lenken - doch die die das tun, tun das nie für lange. Ein bekannter chinesischer Journalist erzählte mir, dass er nicht einmal Untaten von den Tibetern in China berichten dürfe - als drei Tibeter mehrere chinesische Mädchen an einer Bushaltestelle erstochen haben, hatte er bereits nen Bericht geschrieben und durfte ihn nicht veröffentlichen. Und besonders toll für ihn: er wird pro veröffentlichtem Artikel bezahlt...
Man sollte hierzulande nicht mit Sanktionen gegenüber der China reagieren - man wird nicht die Regierung, sondern das Volk Chinas treffen. Immer daran denken, China ist keine Demokratie und Korruption ist noch immer Stark: 85% der Millionaire sind enge verwandten von inneren Parteimitgliedern. Lieber kontinuierlich kritisieren und abwarten - mit mehr Bildung wird es das chinesische Volk selber merken, auch wenn sie viele "Politik" Stunden absolvieren^^
B2Topic: Warum sollte China 11 Tunnels bauen, von welchen aus man sehr schnell ausrücken könnte, wenn das ganze nicht der Verteidigung dient? Ein Angriff hat meist mehr Zeit - da könnte man Milliarden sparen.
China gibt ja noch immer recht wenig fürs Militär aus - dass sich das ändert ist klar: China will schon gern auch Mal wieder Grossmacht sein^^ Ob China aber Gefährliher ist als Russland oder Nordkorea würde ich bezweifeln. China hielt sich eigentlich schon immer an seine Grenzen und Taiwan wird wohl kaum eine Rechtfertigung für 50 Milliarden pro Jahr sein^^ |
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Verfasst am: Di 06. Mai. 2008; 01:34 |
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| Fabyian |
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| Zitat: | Fabyian hat folgendes geschrieben:
Die allermeisten Menschen im Westen wissen so gut wie nichts ueber China, Tibet oder sonstetwas, was nicht den ganzen Tag in der Glotze laeuft. Und das was dort laeuft, halte ich fuer mit die gefaehrlichste Waffe und Meinungsmache ueberhaupt. |
Cathrin, damit meinte ich ebenso, was in der chinesischen Glotze laeuft...
Ich glaube ebensowenig, dass Spiegel und Co die volle Wahrheit schreiben, wie irgendeine chinesische oder andere Zeitung. Anti-CNN oder Xinhua blind zu vertrauen ist reichlich naiv.
Die Methode in China ist offensichtlich: sobald sich die Medien und das Volk auf die luegendurchtraenkte westliche Berichterstattung gestuerzt hat, war das Thema Nummer Eins. Keiner hat mehr ueber die Probleme in Tibet gesprochen. Jetzt kann man zwar noch von irgendwelchen Tibetologen lesen, die die "Wahrheit" ueber Tibet verkuenden, aber wenn interessiert's?
Erstaunlich finde ich, dass die meisten der hier Protestierenden (gegen CarreFour zB) Franzosen, Amerikaner und auch Tibeter hassen. Sie hassen Tibeter! Sie sprechen von EINEM Mutterland und hassen die Minderheiten.
Mich hat vor ein paar Tagen in der U-Bahn ein junger Mann angesprochen; das uebliche, freundlich, wo ich herkomme, was ich mache, wie mir China gefaellt. Ich meinte, ich lebe sehr gerne ich China. Darauf er: but your government hates China! Ich wollte ihm erklaeren, er solle nicht alles glauben, was er in den Medien liesst und vorallem mich nicht mit der deutschen Regierung in einen Topf schmeissen. Aber das koennen Chinesen nur schwer verstehen, dass die Menschen im Westen offen und ehrlich nicht hinter der aktuell gewaehlten Regierung stehen muessen. Das Frau Merkel aus den eigenen Reihen heftig kritisiert wurde, davon steht in den chin. Medien nichts. Hier steht auch nicht, dass Frau Merkel die Eroeffnungsfeier nicht boykottiert, sondern nie vorhatte, daran teilzuhaben. Xinhua schmeisst Sarkozy und Merkel in einen Topf.
Am Rande: Bush trifft Hu Jitiao und geredet wird auch ueber Tibet. Bush bittet Hu um Gespraeche mit dem Dalai Lama. So steht dass auf CNN. Auf Xinhua steht, dass Bush seine volle Zustimmung fuer die Handlungen Chinas in Tibet ausgesprochen hat. Nun denn...
Cathrin hat geschrieben:
| Zitat: | | Vor allen Dingen sollten wir uns vor Augen halten, dass die Solidarisierung fast aller Chinesen mit ihrer Regierung ihre Ursache in der unsaeglichen Berichterstattung im Westen zu den Ereignissen in Tibet hat. |
Wie kannst Du Dir da so sicher sein? Die allermeisten Chinesen haben keine Ahnung von dem, was in westlichen Medien steht. (Ich glaube, die allermeisten Chinesen haben auch keine Ahnung davon, was in chin. Medien steht!) Das was sie zu wissen glauben, sind kurze Ausschnitte, die mehr oder weniger gut uebersetzt und aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Die Solidarisierungswelle ist hausgemacht; ueber den Westen herzuziehen, ist Methode, aber beeinflusst werden Chinesen von chinesischen Medien! |
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Verfasst am: Di 06. Mai. 2008; 02:24 |
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| Pantitlan |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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| Zitat: | | Am Rande: Bush trifft Hu Jitiao und geredet wird auch ueber Tibet. Bush bittet Hu um Gespraeche mit dem Dalai Lama. So steht dass auf CNN. Auf Xinhua steht, dass Bush seine volle Zustimmung fuer die Handlungen Chinas in Tibet ausgesprochen hat. Nun denn... |
Dazu haben wir hier sogar ein eigenes Thread, wo ich ein paar solche Beispiele gesammelt habe.
http://www.traveltalk.weltreiseforum.com/ftopic9962.html
Aehnliches ist ja auch bei dieser "Entschuldigung" von CNN passiert:
http://www.traveltalk.weltreiseforum.com/ftopic10052.html
Ich arbeite für ein chinesisches Medienunternehmen und sehe jeden Tag, wie China Nachrichten manipuliert. Systematisch und auf Befehl von oben. Man darf nicht einmal "Unabhängigkeit Tibets" ohne Anführungszeichen schreiben. Es gibt eine Reihe solcher Bestimmungen. Wer sich mehrmals nicht daran hält wird verwarnt und verliert dann den Job. Hier darf ich zu politischen Themen überhaupt gar nicht erst schreiben. So etwas habe ich bei der Zeitung in der Schweiz, wo ich vorher gearbeitet habe, nie gesehen. Dort wurde mir in drei Jahren täglicher Berichterstattung kein einziges Mal ein Wort geändert. Auch wenn der Spiegel das tut, was man in der Medienwelt "zuspitzen" nennt (man will ja mit einer guten Schlagzeile die Aufmerksamkeit der Leser erwecken - ob das nun positiv ist oder nicht, ist eine andere Frage. Meiner Meinung aber definitiv das kleinere Uebel), so fälscht er nicht systematisch und bewusst.
Wenn der Spiegel eine Nachricht von Xinhua ins Gegenteil umkehrt, dann heisst das noch lange nicht, dass das falsch ist. (Die chinesische Version verstehen wohl die wenigsten. Fakt ist: Zwei Menschen wurden erschossen. Ein Polizist und ein Verdächtiger. China macht die Geschichte am Polizisten auf, der Spiegel am Verdächtigen. Soweit ist nichts Falsches daran. Wenn China bisher darauf beharrte, dass keine Demonstranten erschossen wurde, obwohl das andere Quellen nahelegen, dann ist die Aussage "zugeben" vielleicht eine Wertung der Ereignisse, aber immerhin eine, die einigermassen nahe liegt.
Das gilt übrigens auch für "gelbe Spione", den ich persönlich auch für eine Entgleisung halte. Trotzdem: Wenn du den Beitrag genau liest, steht sehr wenig Falsches drin. Aussagen des BND sind nun einmal einfach Aussagen des BND und lassen sich nachprüfen. Produkte Piraterie IST in China Gang und Gäbe. Das sieht man jeden Tag, wenn man die Strasse überquert. Und dass Chinesen in deutschen Firmen spionieren ist meines Erachtens auch extrem wahrscheinlich. Das einzige, was meiner Meinung nach dort wirklich falsch und unredlich war, ist die Vermutung, dass ALLE Auslandschinesen ihrer Regierung verbunden seien, weil diese den Auslandsaufenthalt ermöglicht habe. Ich kann das nun nicht empirisch belegen. Aber mein Eindruck ist genau das Gegenteil: Auslandschinesen sind generell viel kritischer gegenüber Peking als die Leute im Land. Auch dank den westlichen Medien.
Dass das mit den Hackerangriffen nicht einfach eine Spiegelerfindung ist, zeigt sich auch dran, dass sich auch Belgien und ganz neu auch Indien über solche Angriffe beklagen: http://www.golem.de/0805/59473.html
| Zitat: | | sorry Cath, aber anti-cnn.com ist keine gute Referenz, auch wenn das viele Chinesen glauben. Ich hab's auchmal geglaubt und den Webserver getracerouted - er steht direkt in einem Regierungsgebäude hinter der Verbotenen Stadt. Kann also Gerade die Website der chinesischen Regierung lesen^^ |
Welches Gebäude ist das? Aber auch wenn Anti-Cnn nicht direkt von der Regierung stammen sollte, ist offensichtlich, dass es keine gute Referenz ist. Das Hauptargument ist bei den meisten "Fehlern", dass sie nicht der chineischen Lesart entsprechen. Ein weiterer Grossteil der "Fehler" kommt so zu stande, dass die Seite suggeriert, dass in einem Beitrag etwas gesagt wurde, was dort aber gar nicht steht. Und die Fehler die dann wirklich noch Fehler sind, bewegen sich im Rahmen dessen, was in der westlichen Berichterstattung ohnehin normal ist. Also: Wenn man schon anti-cnn liest, was ja nicht unbedingt falsch ist, dann sollte man es wirklich genau lesen, damit man versteht, wie hier manipuliert wird.
| Zitat: | | B2Topic: Warum sollte China 11 Tunnels bauen, von welchen aus man sehr schnell ausrücken könnte, wenn das ganze nicht der Verteidigung dient? Ein Angriff hat meist mehr Zeit - da könnte man Milliarden sparen. |
Keine Ahnung. Aber Uboote mit nuklearen Gefechtsköpfen sind nun einmal Angriffswaffen und dienen allenfalls der Abschreckung.
| Zitat: | | China gibt ja noch immer recht wenig fürs Militär aus - dass sich das ändert ist klar: China will schon gern auch Mal wieder Grossmacht sein^^ Ob China aber Gefährliher ist als Russland oder Nordkorea würde ich bezweifeln. China hielt sich eigentlich schon immer an seine Grenzen und Taiwan wird wohl kaum eine Rechtfertigung für 50 Milliarden pro Jahr sein^^ |
So wenig ist es nicht. Ich habe die Zahlen gesehen, und sie auch in einem chinesischen Bericht bestätigt gefunden. Nimmt man die Prozente am Haushaltsetat, dann ist es ähnlich viel, wie bei den grossen Militärstaaten wie etwas USA. So habe ich es wenigstens in Erinnerung. Dazu kommt, dass mehr Geld ins Militär fliesst, als im Staatsetat ausgewiesen, da diverse militärnahe Dienste anderen Ministerien angeschlossen sind. Habe das alles aber nicht mehr ganz genau im Kopf. Müsste den Beitrag wieder suchen. |
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Verfasst am: Di 06. Mai. 2008; 06:52 |
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| Aremonus |
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Naja die höchsten Schätzungen gehen von insgesamt 3% des BIP aus - das ist das, was die Nato von ihren Mitgliedstaaten verlangt.
Zum vergleich: Die USA geben direkt 3.6 % des BIP aus, indirekt geht man von 4.8% aus (d.h. mit Militärnahen staatlichen Organisationen). Dazu kommen noch diverse meiner Meinung nach paramilitärische Unternehmen wie die Blackwater, welche ja auch Söldner in den Irak schicken und von der Regierung bezahlt werden, aber die kann man nicht einrechnen, da sie eben Privatwirtschaftlich sind.
Bei den chinesischen Hackern bin ich mir mal nicht so sicher, ob die vom Staat aus kommen - wenn du wüsstest, was bei uns in der Uni im Informatikdepartment so getrieben wird... wir haben sogar die Aufgabe vom Professor, diverse Sicherheitssysteme zu knacken^^ das wird auch vom Staat bezahlt und trotzdem käme niemand auf die Idee, uns als staatliche Hacker oder so zu bezeichnen, auch wenn wir von nem staatlichen Anschluss ausgehen...
Übrigens - kein Hacker dieser Welt wäre so blöde und startet seinen Angriff direkt von zu Hause aus. Kann also auch gut sein, dass man den PC eines dummen Regierungsbeamten gehackt hat und diesen als Gateway benutzt, so dass die IP der Regierung diejenige ist, dies war. |
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