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Weltreiseforum Foren-Übersicht » China, Taiwan und Tibet » China rüstet auf: James Bond Anlage entdeckt Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3
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BeitragVerfasst am: Fr 27. Jun. 2008; 04:49 Antworten mit Zitat
Aremonus
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 07.10.2005
Beiträge: 768
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wobei diese Zahl auch mit Vorsicht zu geniessen ist...

bei den USA ist ja die NASA und viele Entwicklungsinstitute, u.a. auch für Flugzeuge, direkt dem Militär unterstellt und deren Budget wird somit jenach Zahl auch zum Militärbudget gezält, wogegen wir in China und Europa die Aeronautik und Weltraumbehörden eigenständige, im Falle Europas sogar internationale Institutionen sind.

Erstaunlich finde ich die riesige Menge an Geld, das vereinigte Königreich in sein Militär steckt - aber theoretisch müssten ja auch Frankreich und Deutschland so viel investieren, um dem NATO-Abkommen von min. 3% des BIP nachzukommen (Bush wird ja nicht müde, dies an den europäischen Festlandstaaten zu beklagen). Soweit ich weiss kommt UK diesen Forderungen nach - somit sind die Militärausgaben aber höher und zwar bei 72 Milliarden US$, was auch in etwa mit der auf Wikipedia angegebenen Zahl von 53 Milliarden € übereinstimmt. Doch auch hier fragt sich immer, was man zum Militär zählt.

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BeitragVerfasst am: Di 13. Jan. 2009; 14:01 Antworten mit Zitat
Siamfan
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 13.01.2009
Beiträge: 2




Aremonus hat folgendes geschrieben:
China hielt sich eigentlich schon immer an seine Grenzen und Taiwan wird wohl kaum eine Rechtfertigung für 50 Milliarden pro Jahr sein^^


Ich denke auch nicht, dass China Taiwan in naher Zukunft gewaltsam einnehmen würde. Die Kosten (nicht nur die militärischen) wären doch extrem hoch. Nicht nur China hat sich in den letzten Jahren gerüstet.

Die U-Boote sind aber in jeder Hinsicht eine "sinnvolle" Investition, wenn es um die Stärkung der eigenen Postition geht. Es gibt vieles, das China in der Region ausbalancieren möchte und die 10.000+ Marineinfateristen auf dem "unversenkbaren Flugzeugträger" Okinawa sind nur das populärste Beispiel.

Und mal ehrlich: Was sind schon 50 Milliarden? Das BIP Taiwans liegt bei ~700 Milliarden, hat sich in den letzten 5 Jahren fast verdoppelt und kurzfristig sind die Schlagzeilen bei den Geheimdiensten dieser Erde doch schon alle Mühe wert - China ist einfach wieder wer...

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BeitragVerfasst am: Di 13. Jan. 2009; 16:37 Antworten mit Zitat
Aremonus
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 07.10.2005
Beiträge: 768
Wohnort: Basel




Zitat:
Und mal ehrlich: Was sind schon 50 Milliarden? Das BIP Taiwans liegt bei ~700 Milliarden, hat sich in den letzten 5 Jahren fast verdoppelt und kurzfristig sind die Schlagzeilen bei den Geheimdiensten dieser Erde doch schon alle Mühe wert - China ist einfach wieder wer...


Das nominale BIP, also wieviel tatsächlich in Taiwan produziert wird, nicht mit irgendwelchen (mehr oder weniger willkürlichen) Kaufkraftparitäten verrechnet, liegt in Taiwan bei c.a. 400 Milliarden und entspricht somit gleich etwa dem der Schweiz. Rein ökonomisch würde sich ein Krieg aber sowieso nicht lohnen, das tut er in den seltensten Fällen^^
Richtig ist aber, dass China nach über 500 Jahren endlich wieder ein ernstzunehmende Seemacht ist - das kann dem von den USA und Japan kontrollierten Pazifik eigentlich nur gut tun...
Zur Zeit setzt China ja seine Flotte ohnehin nur gegen Piraten ein, die Kolonialzeit ist ja bekanntlich vorbei^^

Trotzdem: Ein derartiges Militäretat lässt sich nur schwer rechtfertigen... bei allen Nationen! Gefährlich wirds, wenn wie in den USA Rechtfertigungseinsätze vorkommen, was in China jedoch nicht der Fall ist, da die VRC (noch?) keine Meinungsfreiheit / Demokratie kennt.

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BeitragVerfasst am: Fr 23. Jan. 2009; 14:04 Antworten mit Zitat
Alex
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Zitat:
Rein ökonomisch würde sich ein Krieg aber sowieso nicht lohnen, das tut er in den seltensten Fällen
Allerdings...

Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Di 27. Jan. 2009; 00:00 Antworten mit Zitat
simont
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 26.01.2009
Beiträge: 5




Zur Zeit wird Asien instabiler.
Die weltweite Konjunkturschwäche wirkt sich auch auf asiatische Wachstumsländer aus.
In China hat sich das Wachstum gerade abgeschwächt auf unter 10%, das ist das erste mal seit vielen Jahren.
Für China mit wachstumsgestützter Volkswirtschaft ist das sehr dramatisch.
Gut möglich, dass Aufrüstung auch eine Art Konjunkturprogramm darstellt; immerhin werden für Atomubote, Tunnelbau und High-Tech Anlagen viele Arbeitsplätze geschaffen, und viele Firmen bekommen volle Auftragsbücher..

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BeitragVerfasst am: Di 27. Jan. 2009; 08:37 Antworten mit Zitat
gabe
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simont hat folgendes geschrieben:
Zur Zeit wird Asien instabiler.
Die weltweite Konjunkturschwäche wirkt sich auch auf asiatische Wachstumsländer aus.
In China hat sich das Wachstum gerade abgeschwächt auf unter 10%, das ist das erste mal seit vielen Jahren.
Für China mit wachstumsgestützter Volkswirtschaft ist das sehr dramatisch.
Gut möglich, dass Aufrüstung auch eine Art Konjunkturprogramm darstellt; immerhin werden für Atomubote, Tunnelbau und High-Tech Anlagen viele Arbeitsplätze geschaffen, und viele Firmen bekommen volle Auftragsbücher..

In den USA war das übrigens in den letzten 8 Jahren ähnlich. Wir wissen ja alle wo das Land jetzt ungefähr steht. Konkunkturprogramme ohne Nachhaltigkeit sind mittel- bzw. langfristig gesehen nicht so der Bringer und die Rüstungsindustrie gehört da oft dazu.

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BeitragVerfasst am: Di 27. Jan. 2009; 15:28 Antworten mit Zitat
Aremonus
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Beiträge: 768
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Also hier in China kenn' ich keinen, der der Regierung die Schuld zuweist, dass er keinen Job kriegt... Es war ja auch nicht die KPCh die das strukturelle Desaster dem die Weltwirtschaft gegenuebersteht zu verantworten hat, sondern die Bush-Administration. Von dem her sehe ich den sozialen Frieden hier nicht mehr gefaerdet als sonst auch. Zudem sind die am staerksten betroffenen ohnehin die nicht gerade kaufkraeftigen Wanderarbeiter... Ich wuerde weiter in China investieren, insbesondere in den Dienstleistungssektor.

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BeitragVerfasst am: Mi 28. Jan. 2009; 08:38 Antworten mit Zitat
Pantitlan
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Der Auftrag fuer diese Ruestungsmassnahmen muss offensichtlich weit frueher erteilt worden sein, als man je von der aktuellen Krise gehoert hat. Das kann also sicherlich KEIN direktes Konjunkturprogramm sein.

Was Aremonus sagt, kann ich eigentlich bestaetigen. Die Propaganda wird nicht muede zu betonen, dass es A.) keine Krise gibt und B.) die USA verantwortlich seien. Dass aber niemand die Regierung kritisiert, wuerde ich nicht sagen. Doch der soziale Frieden ist natuerlich nicht nur durch Regierungskritik gefaehrdet, sondern auch, wenn es Millionen Menschen schlechter geht und sie kein Essen mehr kaufen koennen usw. Da steckt schon viel Sprengstoff dahinter, zumal Chinesen eigentlich kaum legale Wege haben, um ihren Unmut auszudruecken und deswegen gewissermassen zur Mistgabel greifen MUESSEN.

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BeitragVerfasst am: Mi 28. Jan. 2009; 13:15 Antworten mit Zitat
Aremonus
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Zitat:
keine Krise gibt

naja, bisher sagten sie doch ziemlich offen, dass China auch von der Krise betroffen sei - eine Rezession gibt es natuerlich offiziell nicht, aber das ist ja auch objektiv gesehn in China eher unwahrscheinlich...
Wo sagen die dann, dass es keine Krise gaebe? Hier im Sichuan Fernsehn hab' ich jedenfalls schon berichte von Arbeitslosen gesehn, CCTV schau' ich nicht und Zeitungen les' ich auch nicht, da ich noch zu wenige Zeichen dafuer kann (kannst du inzwischen schon Zeitung lesen?).
Trotzdem, die Krise wird nicht so sehr von den Medien aufgegriffen wie zu Hause - wieviel davon von Beijing verboten wird, kann ich aber nicht abschaetzen...

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BeitragVerfasst am: Do 29. Jan. 2009; 10:30 Antworten mit Zitat
Pantitlan
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Beiträge: 5641
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Nein, es gibt eben beiden und das ziemlich parallel: China Radio International etwa zitierte bis vor etwa einem Monat noch chinesische Experten (vermutlich besser mit Anfuehrungszeichen geschrieben), die sagten, dass die chinesische Wirtschaft kaum betroffen ist. Und dies zu einem Zeitpunkt, als es schon Massendemos gab. CRI-Nachrichten sind woertliche Uebersetzungen aus den chinesischen Nachrichten und das macht sie besonders interessant. China Daily oder CCTV9 und auch das englische Xinhua berichten jeweils ein bisschen anders als die chinesischen Versionen. Es gibt aber auch noch andere People Daily glaube ich, die aehnliches schreiben. Renmin Ribao hingegen hat, wenn ich mich richtig erinnere, die Amis verantwortlich gemacht. Also es gibt schon beides.

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BeitragVerfasst am: Sa 31. Jan. 2009; 13:28 Antworten mit Zitat
Aremonus
Forenveteran
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Beiträge: 768
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Naja, objektiv betrachtet waren es ja auch die Amis unter Bush... ich wuerde der Regierung auch nicht vorwerfen, den Amis vertraut zu haben - die ganze Lage war zu komplex, als dass sie erfasst werden konnte.

Was mich jedoch wunder nimmt: Gibt es auch konkrete langfristige Massnahmen, um China weniger abhaengig von den USA zu machen (ausbalancierung des Exportueberschusses usw.)? Die ganzen keynesianistischen Massnahmen werden da ja nicht viel aendern...

Am WEF werden besonders China als hardcore-exporter und die USA als extrem-importer ins Visier genommen und eine ausbalanciertere Handelsbilanz gefordert.
Doch streng genommen muessten wir hier in Europa auch mal aufraeumen... Frankreich und England importieren ja auch extrem, waehrend Deutschland und (weniger gewichtig) die Schweiz einen riesen Exportueberschuss haben...

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