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Chinesische Waffenlieferung an Simbabwe
BeitragVerfasst am: Fr 18. Apr. 2008; 07:21 Antworten mit Zitat
Alex
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Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1606
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Liebe Freunde Chinas,
bei allem Respekt vor der (vergangenen) Kultur Chinas... aber manchmal wird mir wirklich schlecht, wenn ich an das heutige China denke.

Wer bitte liefert einem Land, das offensichtlich kurz vor einem Bürgerkrieg steht und in dem sich der Machthaber offensichtlich mit Waffengewalt an der (illegitimen) Macht halten will, schnell noch 3Mio Schuss AK47-Munition, 3500 Mörser und 1500 Panzerabwehrraketen?

http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/160/169666/

http://www.citizen.co.za/index/article.aspx?pDesc=62870,1,22

http://www.citizen.co.za/index/article.aspx?pDesc=62999,1,22

Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Fr 18. Apr. 2008; 07:41 Antworten mit Zitat
swissgabe
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 1287
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Das finde ich in der Tat zum Kotzen! Das China einem solchen unstabilen Land Waffen liefert finde ich sehr fragwürdig. Ich hoffe, dass sich Süd Afrika doch noch dazu entschliesst, die Waffen nicht durch sein Land zu "schleusen". An der Lage in Zimbabwe muss sich schnell etwas ändern, Leider tragen Länder wie China nicht im positiven Sinn dazu.

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BeitragVerfasst am: Fr 18. Apr. 2008; 07:48 Antworten mit Zitat
Pantitlan
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Beiträge: 3956
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Zum Kotzen! Aber die Aktion passt ins chinese Afrika-Engement. Und wirtschaftlich gesehen macht es natürlich Sinn, in diese Marktlücke einzuspringen. Europäische Länder hätte wohl nicht soo leicht liefern können.

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BeitragVerfasst am: Fr 18. Apr. 2008; 15:17 Antworten mit Zitat
Aremonus
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Toll, China wird das neue Russland^^
Eigentlich könnten China und die Schweiz einen Pakt schliessen: China liefert die Waffen nach Afrika, die Schweiz die Kampfflugzeuge. Die USA könnten dann auch gerade mitmachen und die Region ein bischen zusätzlich destabilisieren. Somit kann jedes Land machen, was es am besten kann und die Finanzkrise wäre auf Kosten der ohnehin schon armen Staaten Afrikas überwunden Twisted Evil

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BeitragVerfasst am: Fr 18. Apr. 2008; 15:36 Antworten mit Zitat
swissgabe
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Die Schweiz in diesem Fall mit China zu vergleichen ist nicht angebracht. Bei den gelieferten Flugzeugen handelt es sich um Pilatus PC7 Trainingsflugzeuge. Dass diese im Zusammenhang mit Waffen verwendet werden können ist genau so relevant wie dass man auf einem Dodge Pick Up ein MG installieren kann. Das Liefern von Munition und Waffen an ein Land wie Zimbabwe zum jetztigen Zeitpunkt ist doch ein paar Level höher.

China's Afrika-Engement ist teilweise nicht fragwürdiger als dieses verschiedener Westlicher Statten aber die chinesen gehen wohl mit weniger Cleverness ans Werk. Im weiteren Frage ich mich was an Zimbabwe so interessant sein soll, neben Gold gibt es auch Nickel, Kupfer, Kohle und anderes aber im Vergleich zu anderen Länder in der Region eher in geringeren Mengen. Im 2007 hat das Land gemäss dem CIA Factbook für 2.183 Mia. Güter importiert und für 1.76 Mia Güter exportiert. Die Rechnung kann da jeder selber machen.

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BeitragVerfasst am: Fr 18. Apr. 2008; 15:54 Antworten mit Zitat
Aremonus
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Anmeldungsdatum: 07.10.2005
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Die Pilatusflugzeuge haben bereits entsprechende vorrichtungen, um Waffen zu montieren - das ginge zB. bei einer Cesna nicht.

Das interessante an Simbabwe ist, dass sie Geld für Waffen zahlen - alle mögen Geld, besonders China. Das hilft, die marroden Staatsbetriebe am Leben zu erhalten.

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BeitragVerfasst am: Fr 18. Apr. 2008; 16:29 Antworten mit Zitat
swissgabe
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Ich bin kein Flugzeugingenieur aber Vorrichtungen zum Anbringen von Bomben oder ähnlichen können auch an andere Flugzeuge angebracht werden sofern das Gewicht innerhalb der Nutzlast liegt und sofern die Flügel dem auch Stand halten. In einem Mini lässt sich ein MG auch weniger gut bis garnicht installieren. Tamilische Rebellen haben übrigens vor 1-2 Jahren den Flughafen Colombo mit Ultraleichtflugzeugen angegriffen.

Viel bezahlen kann Zimbabwe ja nicht, ich denke eher, dass es sich dabei um eine Art Tauschgeschäfte bzw. Kredite handelt. Rohstoffe gegen Waren ist in den meisten afrikanischen Länder angesagt.

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BeitragVerfasst am: Sa 19. Apr. 2008; 16:44 Antworten mit Zitat
Alex
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Das Waffenschiff will die Ladung jetzt in Luanda (Angola) löschen:

http://edition.cnn.com/2008/WORLD/africa/04/19/safrica.china/index.html


Zitat:
Die Pilatusflugzeuge haben bereits entsprechende vorrichtungen, um Waffen zu montieren - das ginge zB. bei einer Cesna nicht.

Reden wir über folgendes Flugzeug?
http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/dokumentation/assets/aircraft/pc7.html
Ein solches Trainingsflugzeug mit einem Kampfflugzeug gleichzusetzen, finde ich doch reichlich fragwürdig. Man kann natürlich auch unter dem Rumpf einer Cessna Bomben montieren. Wahrscheinlich nur eine... Smile ... aber wie auch immer. Es gibt Cessnas ja mit verschiedenen Motoren, in verschiedenen Längen und so weiter. Auch aus einem Segelflugzeug kann man Granaten abwerfen...


Zitat:
Das interessante an Simbabwe ist, dass sie Geld für Waffen zahlen - alle mögen Geld, besonders China. Das hilft, die marroden Staatsbetriebe am Leben zu erhalten.
Ich halte es auch für ziemlich unwahrscheinlich, dass Simbabwe mit Devisen bezahlt.


Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Sa 19. Apr. 2008; 16:51 Antworten mit Zitat
swissgabe
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Genau, soviel ich weiss geht es um PC7 Flugzeuge welche im Sudan gegen Zivilisten eingesetzt wurden.

Ich bin froh, dass Südafrika sich dazu entschieden hat, die Waffen nicht durch Südafrika transportieren zu lassen. Für Angola kein Problem, die Regierung dort ist ja sehr pro China eingestellt. Überland würden diese Waffen aber noch entweder Botswana oder Zambia geführt. Eher Zambia würde ich sagen, ich bin gespannt ob man einem alfälligen Transport zustimmen würde oder ob die Waffen auf dem Luftweg nach Zimbabwe transportiert werden.

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BeitragVerfasst am: Sa 19. Apr. 2008; 17:04 Antworten mit Zitat
Alex
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Anmeldungsdatum: 19.02.2005
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Zitat:
Genau, soviel ich weiss geht es um PC7 Flugzeuge welche im Sudan gegen Zivilisten eingesetzt wurden.
Na... davon habe ich nichts gehört. Aber das Problem war ja nicht das Flugzeug, sondern die Waffen, die von dem Flugzeug abgeschossen/abgeworfen/was auch immer wurden. Wenn das eine Waffenlieferung war, dann müsste man auch den Export von Flussschiffen verbieten. Mit denen kann man nämlich jede Menge Truppen transportieren und auch Geschütze drauf montieren. Laughing

Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: So 20. Apr. 2008; 04:14 Antworten mit Zitat
Pantitlan
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Ich denke auch, dass man hier mit den Vergleichen ein bisschen vorsichtig sein muss. Alles kann ein Kriegsgerät sein, sogar ein Küchenmesser, Batterien, Handy, Jass-Karten... Da macht es schon Sinn, zwischen primären Waffen und sekundären Hilfssystemen zu unterscheiden.

Wie ist das eigentlich mit dem legalen Aspekt? Kann ein Land zum Beispiel das Ueberflugsrecht verbieten? Wie steht es mit Waffenembargo? Gibt es irgendwelche völkerrechtlichen Kriterien, wann ein Embargo ausgesprochen werden müsste?

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BeitragVerfasst am: So 20. Apr. 2008; 08:35 Antworten mit Zitat
swissgabe
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Vor ein paar Jahren habe ich einen neuen Dell Computer gekauft und da musste man anklicken, dass dieser Computer nicht für militärische Zwecke verwendet wird. Soviel zu dem ...

Ein allgemeines Embargo gegen ein Land kann meines Wissens nur von der UNO ausgesprochen werden. Die Embargos gegen Nordkorea, Iran und früher Libyen waren solche. Lebensmittel sind davon nicht betroffen sondern es geht primär um Waffen. Vor 3-4 Jahren wurde bei der Arabischen Halbinsel ein Schiff abgefangen welches Raketen von Nordkorea nach irgendwo transportierte (ich glaube Pakistan). Was aus den Raketen wurde weiss ich nicht.

Überflug Rechte kann ein Land verweigern da es sich um das Hoheitsrecht eines jeden einzelnen Landes handelt. Sogar die USA (CIA) haben das mit den gefangenen Transporten gebrochen und sind damit sogar auf EU/Schweizer Boden zwischengelandet. Es scheint wohl eine Frage der Definition und in Afrika ist das alles einfacher als bei uns.

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